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AUSGEZEICHNET: Für die Kanugemeinschaft List gab’s den „Großen Stern des Sports“. Das freute auch Schirmherr Andreas Toba (Zweiter von rechts unten).

AUSGEZEICHNET: Für die Kanugemeinschaft List gab’s den „Großen Stern des Sports“. Das freute auch Schirmherr Andreas Toba (Zweiter von rechts unten).
© Petrow

Sterne des Sports

Kanugemeinschaft List „ein würdiger Preisträger“

Dieser Stern glänzt ganz besonders hell. Die Kanugemeinschaft List hat mit hohem ehrenamtlichen Engagement die Randsportart Kanupolo nach Namibia gebracht – eine Leistung, für die der kleine Verein mit rund 260 Mitgliedern mit dem „Großen Stern des Sports“ ausgezeichnet wurde.

Hannover. „Ein würdiger Preisträger“, sagt Jürgen Wache, Volksbank-Vorstandssprecher und Gastgeber in der Börse zu Hannover. Gemeinsam mit dem Olympischen Sportbund hat er zum 14. Mal diese Auszeichnung verliehen. „Die KG List hat hohes Engagement gezeigt und ihr Ziel nie aus den Augen verloren. Beeindruckend.“

Schirmherr der Veranstaltung war Turnstar Andreas Toba. Auch der Hero der Janeirio zeigte sich begeistert von den vielen Ideen der Ehrenamtlichen. „Bei diesem Preis geht es nicht nur um die sportlichen Aushängeschilder. Es geht um den Sport und eine coole Idee“, sagt der 26-Jährige, der auch mit in der Jury saß.

Insgesamt 28 Projekte aus Stadt und Region bewarben sich um den Großen Stern des Sports in Bronze, Ende September folgt die nächste Runde auf niedersächsischer Ebene. Dieses Mal dann in Silber. Dort wird sich die KG List mit den anderen Regionalsiegern messen. KGL-Vereinschef Frank Otte begeistert: „Wir wollen unser Projekt nachhaltig gestalten. Und wer weiß, vielleicht gelingt es uns, unsere Freunde aus Namibia nach Hannover einzuladen.“ Dafür braucht der Verein aber noch Unterstützung. Der erste Platz ist mit 1500 Euro dotiert. Das hilft schon.

Ostern 2017 machte sich die U-21-Jugend des Lister Vereins nach einer anstrengenden Sammelaktion auf in die namibische Hauptstadt. Im Gepäck: zehn Boote und jede Menge Hoffnung. 10 000 Euro kosteten alleine die Boote, die Flugkosten kamen hinzu. Mittlerweile gibt es eine Nationalmannschaft, die sogar die Quali für die WM in Kanada gepackt hat. Was eine Erfolgsgeschichte!

Mit dem zweiten Platz und 1000 Euro Preisgeld wurde der Turn-Klubb zu Hannover für sein Projekt. „Gemeinsam trainieren – Vielfalt stärken“ belohnt. Hier trainieren behinderte und nicht-behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam. Der dritte Platz (500 Euro) ging an den SV Dedensen, der unter dem Motto „Nicht ohne mein Team“ das Interesse am Turnsport geweckt hat. „Eine sehr schöne Veranstaltung“, sagt Jürgen Wache, „mit sehr vielen, schönen Projekten.“

Von Carsten Bergmann


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