Navigation:
Einparken im Matsch: Der Bokeloher Bastian Käter ist Viertschnellster auf dem Rad. Insgesamt belegt er Position 18.

Einparken im Matsch: Der Bokeloher Bastian Käter ist Viertschnellster auf dem Rad. Insgesamt belegt er Position 18.
© Abromeit

Triathlon

Heimsieg für Lukas Piatczyc

Ein Mesmeroder gewinnt den Stadtsparkassen-Triathlon in Bokeloh: Lukas Piatczyc darf am Ende jubeln. Die rund 550 Teilnehmer haben mit dem Wind zu kämpfen

Triathlon. Der Triathlon ist nach Bokeloh zurückgekehrt. Zweieinhalb Jahre Pause mit Baustellen erst im Ort, dann im Bad sind vergessen. Die 16. Auflage des Stadtsparkassen-Triathlon am Fuße des Kaliberges war fast wieder so stimmungsvoll wie eh und je. Nur etwas kleiner. „Wir hatten 550 Teilnehmer, die auch bezahlt haben“, freute sich Chef-Organisator Heinz Wellmann über den Zuspruch und die Einnahmen, die die Triathlon-Abteilung und besonders die Jugendarbeit im TSV am Leben halten werden. Dass bei zumeist widrigen Bedingungen mit viel Regen und Matsch in der Wechselzone einige nicht antraten, war nur eine Randnotiz.

Den Anfang machten die Volkstriathleten (0,5 – 21,2 – 5,4 km). Und dieses Rennen wurde zur Bühne des Lukas Piatczyc. Aus dem großen Wettkampfsport hatte sich der frühere gesetzte Starter in den Liga-Teams des TSV Bokeloh vor Jahren zurückgezogen. Doch beim Rennen vor der Haustür wollte der junge Mann aus Mesmerode dennoch dabei sein. In jeder der drei Disziplinen war zwar ein Gegner schneller, aber nie der gleiche. Piatczyc zeigte die beste Konstanz und siegte nach 1:07:50 Stunden mit fast zwei Minuten Vorsprung vor dem Northeimer Mark Thomsen (1:09:41).

Piatczycs frühere Mitstreiter haben dagegen die Triathlon-Räder noch nicht an den Nagel gehängt – jedenfalls noch nicht ganz. Im Team des TSV ging es für sie um Landesliga-Punkte. Sie mussten 700 Meter schwimmen, und diese Disziplin ist noch immer das Metier von Daniel Kranz und Sven Weber. Weit vorn stiegen sie aus dem Wasser. „Aber auch da merke ich natürlich, dass ich weniger trainiert habe“, sagte Kranz. Und noch mehr merkte er das auf den 21,2 Rad-Kilometern. „Zum Glück war es bei uns trocken, aber dafür ganz schön stürmisch. Es hat mich fast vom Rad gefegt. Irgendwie fehlte die Kraft“, sagte Kranz. Doch er biss sich auch auf der 5,4-Kilometer-Lauf-Strecke durch und kam als Dritter seiner Startgruppe nach 1:08:44 Stunden ins Ziel. Bastian Käter, Viertbester aller Teilnehmer auf dem Rad, folgte direkt dahinter nach 1:08:56 Stunden, Weber brauchte 1:09:59 Stunden. „Dieses Jahr habe ich kürzer getreten. Das merkt man.“

Im Ziel wussten alle drei, dass ihre bis dahin vorderen Plätze sich noch verändern würden. Die stärksten Athleten aus den weiteren Teams folgten erst in den späteren Startgruppen. Und so rutschten Kranz, Käter und Weber noch auf die Ränge 17, 18 und 23 der Liga-Wertung ab. Mit Armin Braun (59./1:13:58) und Heinz Haeger (99./1:20:29) sprang in der Mannschaftswertung Rang sieben der 23 Teams heraus. Das ließ die Bokeloher in der Gesamtwertung noch um zwei Plätze auf Position neun klettern.

Der 1. WV Wunstorf mit Marc Postner (72./1:16:03), Lars Redeker (77./1:16:56) und Kerstin Kopfmann (78./1:17:06) an der Spitze kam auf Platz 16 der Tageswertung. Am vorletzten Platz der Gesamtwertung änderte die bisher beste Platzierung aber nichts.

Pech hatten die Landesliga-Frauen. Denn nur beim Schwimmen blieb es für sie trocken – zumindest von oben. Als sie aus dem Wasser stiegen, begann der Regen erneut. Scarlett Tegtmeyer (5./1:16:23) und Jennifer Göing (10./1:18:14) bissen sich durch und waren mächtig stolz auf Vivien Nolte (30./1:26:41). Weil Julia Dreyer sich beim Köln-Marathon blutige Füße gelaufen hatte und alle weiteren möglichen Athletinnen abgesagt hatten, „standen wir am Abend vor dem Rennen nur zu zweit da“, sagte Tegtmeyer. Nolte wurde deshalb reaktiviert, legte die drittbeste Schwimmzeit hin und rettete das Bokeloher Dreier-Team. Platz fünf der Tages- und Rang sieben der Gesamtwertung waren der Lohn. „Dafür, dass wir hier wie alle Bokeloher seit 7 Uhr beim Aufbau geholfen haben und erst nach dem Abbau abends im Vereinsheim feiern, war das sehr gut“, meinte Tegtmeyer. Verdient hatten sich sie und alle Triathlon-Verrückten aus Bokeloh diese Feier allemal.

Von Matthias Abromeit


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.