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RUND UMS RATHAUS: Das Radrennen "Neue Nacht von Hannover".

Radrennen

Hannover freut sich auf die Nacht

Acht Kameras filmen das Rad-Spektakel „Nacht von Hannover“ heute mit, und Sie können dabei sein – an der Strecke vorm Rathaus oder live bei uns im Internet. Hier geben wir schon mal einen Vorgeschmack - und beantworten die wichtigsten Fragen.

Hannover. Wo wird gefahren?
Direkt vorm Rathaus geht es auf einer 850 Meter langen Strecke den Friedrichswall rauf und runter. An beiden Enden gibts folglich 180-Grad-Kurven, also Spitzkehren, Experten sprechen von einem „Hot-Dog-Kurs“. Für die Sponsoren im Partner-Treff und die Zuschauer gibt es mehrere Hot-Dog-Stände.

Wie schnell werden die Profis?
Hannover-Fahrer Jonas Bokeloh schätzt, dass „wir auf den Geraden auf Tempo 60 kommen werden“. Für eine Runde brauchen die Besten nicht mehr als eine Minute.

Wie viele Rennen gibt es?
Vier plus ein Einlagerennen für Promis und Vertreter der fünf großen Radsportvereine in Stadt und Region (HRC, Blau-Gelb Langenhagen, RSG, Concordia, Stahlrad Laatzen). Los gehts um 19.10 Uhr mit den Nachwuchsrennen U 15 und U 17. Beim Ausscheidungsfahren ab 19.50 Uhr sind 18 Profis am Start, einer bleibt am Ende übrig. Beim Derny-Fahren für ein Dutzend Aktive geht es hinter den knatternden und lauten Motorrädern her, die Radsport-Freunde eher von der Bahn in Wülfel kennen. Um 21.30 Uhr startet das Hauptrennen über 60 Minuten plus zehn Runden. Die Rad-Nacht endet mit der Ehrenrunde im Auto kurz vor 23 Uhr.

Welche Stars sind dabei?
Renndirektor Grischa Niermann hat sechs aktuelle Tour-de-France-Fahrer für Hannover gewinnen können: Top-Sprinter Andrè Greipel, der in seiner Karriere schon elf Frankreich-Etappen gewinnen konnte und am Sonntag bärenstark auf der Schlussetappe triumphierte; dessen Edel-Helfer Marcel Sieberg; Paul Voss, zu Beginn dieser Tour überraschend Träger des Berg-Trikots; Emanuel Buchmann, als 21. in der Gesamtwertung der beste Deutsche bei der Tour; Robert Wagner vom niederländischen Lotto-Jumbo-Team. Kurzfristig verpflichtet wurde noch Top-Sprinter Marcel Kittel, der bei der Tour die vierte Etappe nach Limoges gewann – er wird heute der Hauptrivale von Greipel. Dabei sind auch Zeitfahrspezialist Jasha Sütterlin (Movistar) und Johannes Fröhlinger (Giant-Alpecin). Hannover-Talent Jonas Bokeloh, schon Junioren-Weltmeister gewesen, will die Profis ein bisschen ärgern. „Top  10 im Hauptrennen ist mein Ziel“, sagt der 20-jährige Bokeloh. Der Start des zweiten Hannover-Matadors fällt leider aus – Leo Appelt leidet noch unter den Folgen eines Trainingssturzes, kommt heute aber als Zuschauer.

Wer hat die Nacht schon gewonnen?
Erster Sieger war 1975 Radsport-Legende Klaus-Peter Thaler. In der Gewinner-Liste stehen viele klangvolle Namen: Dietrich Thurau triumphierte zweimal, Erik Zabel viermal, Jan Ullrich sogar fünfmal. Der letzte Sieger vor der Pause steht wieder am Start: André Greipel siegte vorm heutigen Nacht-Renndirektor Grischa Niermann und Robert Wagner, der auch wieder dabei ist.

Kostet die Nacht Eintritt?
Nein, Zuschauen bei der Open-Air-Veranstaltung ist gratis. Zuschauen kann man fast an der gesamten Strecke.

Warum ein Dienstag?
Bisher wurde die Nacht von Hannover immer an einem Freitag ausgetragen. Aber dafür gab es keine Genehmigung, weil in der Nach-Tour-Woche das Maschseefest (am Mittwoch) beginnt. „Wir sehen den Dienstag als Chance, der läuft ja auch beim Schützenfest immer gut“, sagt Veranstalterin Steffi Eichel, „wir wollen den After-Work-Charakter betonen.“ Es geht früher los (19 Uhr) und endet früher (23 Uhr) als vor der Pause.

Wird die Nacht auch ein TV-Ereignis?
Klares Ja. TV-Dienstleister TVN aus dem Hause Madsack produziert die Nacht mit großem Aufwand. 30 Spezialisten, acht Kameras, der riesige Übertragungswagen Ü 5, eine Großbildleinwand rechts vom ehemaligen Maritim-Grand-Hotel. Auf www.neuepresse.de gibts einen Live-Stream. Rennkommentator ist die „Stimme der Nacht“ Christian Stoll aus Berlin.

Wie wird das Wetter?
Ideal. Heiter, sonnig, zum Start gegen 19 Uhr sollen es noch 23 Grad sein. Regen gibts nicht, das mindert auch das Sturzrisiko für die Fahrer.

DAN


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