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Gut gemacht, Jungs: Heidmar Felixson bejubelt in Potsdam mit der TSV Burgdorf II den zweiten Saisonsieg.

Gut gemacht, Jungs: Heidmar Felixson bejubelt in Potsdam mit der TSV Burgdorf II den zweiten Saisonsieg.
© Thieme

Handball

Handball-Hannover Burgwedel und TSV Burgdorf II feiern Auswärtssiege in der 3. Liga

HHB landet in Hamburg den ersten Saisonsieg, TSV-Reserve kommt so langsam ins Rollen.

Handball. In der 3. Liga Nord haben Handball Hannover-Burgwedel und die TSV Burgdorf II Auswärtssiege gefeiert – vor allem die Burgwedeler hoffen auf den Brustlöser-Effekt.

HG Barmbek23 Handball H.-Burgwedel30

Der Anfang war zum Vergessen, nach dem Abpfiff hofften die Burgwedeler allerdings, dass sie aus diesem 33:23 (18:15) beim Aufsteiger in Hamburg noch viel Kraft ziehen können. Dieser Sieg gibt ihnen Luft zum Atmen, ist gewissermaßen ein Brustlöser und soll Sicherheit für die nächsten Aufgaben geben,

„Wenn man Außenstehende fragt, war das ziemlich sicher“, sagte Burgwedels Trainer Jürgen Bätjer und fügte hinzu: „30 Sekunden vor dem Ende, da war auch ich mir sicher.“ Warum? „Ich hatte dennoch das Gefühl, eben weil so viele Dinge noch nicht gepasst haben, dass das Spiel ganz schnell auch wieder kippen kann. Von der Gewinnermentalität sind wir noch ein gutes Stück weg.“ Als Trainer hat man ja immer eine andere Sicht der Dinge, und so freute sich Bätjer in erster Linie für seine Jungs: „Wir nehmen das gerne mit und bleiben trotzdem bescheiden. Ich will das Ganze nicht überbewerten, aber auch nicht madigmachen“, sagte er.

Erst nach 296 Sekunden war Stefanos Michailidis der erste Burgwedeler Treffer gelungen. Der Kreisläufer war es auch, der das zwischenzeitliche 2:5 (8.) erzielte – kurzum: Die Gäste brauchten ein wenig, um ins Rollen zu kommen. Artjom Antonevitch, bislang bester Torschütze seiner Mannschaft, blieb diesmal ohne Erfolgserlebnis und musste früh für Thomas Bergmann Platz machen. Genau wie Pascal Kinzel zwischen den Pfosten für Colin Räbiger – beide Wechsel waren spielentscheidend. „Colin war überragend, und Thomas und Kay Behnke haben von der rechten Seite gut getroffen“, lobte Bätjer.

In der 17. Minute glichen die Burgwedeler erstmals aus (7:7), nur zwei Minuten später ging sie zum ersten Mal in Front (8:9). Bergmann brachte erstmals zwei Tore zwischen seine Riege und den Gastgeber (16:14) – eine Führung, aus der nach dem Seitenwechsel schnell ein 21:15 (34.) wurde und die anschließend sukzessive ausgebaut werden konnte.

Handball Hannover-Burgwedel: Kinzel, Räbiger – Behnke (9), Bergmann (8/1), Michailidis (4), Freitag, Hoff (je 3), Dunekacke (2), Otto (1), Antonevitch, Herbold, Fischer, Paternoga

1. VfL Potsdam24 TSV Burgdorf II30

Die Burgdorfer Reserve kommt so langsam ins Rollen. Beim 1. VfL Potsdam gewannen die Schützlinge von Trainer Heidmar Felixson pro­blemlos mit 30:24 (16:12). Positiver Nebeneffekt: Durch den zweiten Saisonsieg schob sich die TSV in die erweiterte Spitzengruppe, nur einen Minuspunkt hinter dem absoluten Titelkandidaten.

In Potsdam lagen die Burgdorfer schnell mit 1:4 zurück, fanden dann aber zu ihrem Spiel. Nach dem 11:10 in der 23. Minute zogen die Burgdorfer bis zur Pause auf 16:12 davon. Die Vorentscheidung fiel gleich nach dem Seitenwechsel, als sich das Felixson-Team auf 21:12 absetzen konnte – diesen Vorsprung gab die TSV nicht mehr aus der Hand. Vor allem die Wurfquote hielt sich mit diesmal zwölf Fehlern in Grenzen.

„Wir waren über 60 Minuten das dominierende Team“, sagte Burgdorfs Trainer. „Zum Schluss habe ich jedem eine Chance gegeben. Ich bin sehr zufrieden, trotzdem haben wir am Ende zu passiv gespielt und hätten wesentlich höher gewinnen müssen.“ Torwart Jonas Wilde (16 Paraden) sowie Maurice Dräger und Niklas Diebel hob er aus seinem Team hervor. „Zum Klassenerhalt ist es noch ein langer Weg. Auf uns wartet noch eine Menge Arbeit“, sagte Felixson. Gleich die nächste Aufgabe hat es in sich: Am Dienstag, 3. Oktober, geht es zum HSV Hamburg, der gerade seine erste Saisonniederlage gegen den TSV Altenholz einstecken musste.

TSV Burgdorf II: Wilde (1 ), Ullrich – Dräger (10/4), Donker (4), Feise (4), Diebel (3), Hoffmann (3), Koch (2), Krone (2), Krenke (1), Thiele, Kalafut, Baune, Schröter

Von Christoph Hage und Rolf Linda


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