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Kann sich am Sonntag wieder in das Getümmel werfen: Maurice Herbold hat sich fit gemeldet.

Kann sich am Sonntag wieder in das Getümmel werfen: Maurice Herbold hat sich fit gemeldet.
© Bork

Handball

Handball Hannover-Burgwedel muss nicht lange auf Florian Freitag verzichten

Der HHB läutet am Sonntag beim DHK Flensborg die Saison in der 3. Liga Nord ein. Florian Freitags Bänder sind nicht betroffen, Maurice Herbold und Timo Paternoga beißen auf die Zähne.

Handball. Es ist ja nicht so, als wenn sie dieses Gefühl nicht schon kennen, das Wissen macht es beim zweiten Mal allerdings nicht leichter, damit umzugehen. Kurz vor Beginn der vergangenen Saison riss sich Lennart Carstens das Kreuzband, fiel die komplette Serie aus. Beim vorletzten Testspiel der Vorbereitung verletzte sich nun Florian Freitag am rechten Knie, und auch wenn sich die ersten Befürchtungen nicht zu bestätigen scheinen, wird der Mittelmann Handball Hannover-Burgwedel erst einmal fehlen. Was irgendwie für ein mulmiges Gefühl in der Magengegend sorgt, so kurz bevor die Saison in der 3. Liga Nord eingeläutet wird. Aber sie müssen am Sonntag (17 Uhr) beim DHK Flensborg ja das Beste aus dieser Situation machen.

HHB-Trainer Jürgen Bätjer hatte es eine Megakatastrophe genannt, wenn die von Bundesligist GWD Minden gekommene Galionsfigur, eine von insgesamt acht Neuzugängen, längerfristig ausfallen sollte – danach sieht es nach der MRT-Untersuchung am Donnerstag immerhin nicht aus. „Mit den Bändern ist wohl alles in Ordnung“, berichtet der 25-Jährige vom anschließenden Besuch bei Orthopädin Katrin Behrens. „Der Bericht des Radiologen kommt in den nächsten Tagen, es kann natürlich sein, dass der noch mehr sieht.“ Die Fakten sind: Eine genaue Diagnose steht noch aus und damit auch, wie lange die Rückraumkraft ausfallen wird. Krücken wird Freitag allerdings nicht brauchen, um am Sonntag in den Bus zu steigen. In dem wird auch Maurice Herbold, der nach einer Sehnenprellung unter dem Fuß das Training wieder aufgenommen hat, Platz nehmen. Und Timo Paternoga dürfte mit Schulterproblemen ebenfalls auf die Zähne beißen.

Diese drei Personalien zeigen jedoch, dass die Burgwedeler Vorbereitung auch seine Schattenseiten hatte. Mut macht Bätjer aber nicht zuletzt der finale Härtetest: Beim 29:25 gegen die TSG AH-Bielefeld wussten die Burgwedeler auch ohne Freitag und Herbold zu überzeugen, innerhalb von vier Wochen gab es in insgesamt elf Testspielen neun Siege. „Wir werden jetzt noch einmal Video schauen, und dann erwarte ich von jedem, dass er die Lücke füllt und Verantwortung übernimmt“, meint der HHB-Trainer.

Alles andere als ein Auftaktsieg kurz vor der dänischen Grenze wäre für ihn eine Überraschung – „Ich weiß, was meine Mannschaft kann. Das kriegen wir schon hin.“ –, und dennoch gibt er sich beim Ausrufen der Saisonziele vorsichtig. „Klar ist, dass wir nicht diesen ganzen Aufriss betrieben haben, um schlechter abzuschneiden als in der vergangenen Saison. Aber die Nordstaffel ist schon ein ganz anderes Kaliber, die ist wesentlich sportlicher als die Oststaffel im letzten Jahr.“ Bätjer rechnet mit einem Hauen und Stechen, sieht keine Mannschaft, die wesentlich abfällt und formuliert es lieber so: „Wenn wir am Limit spielen und keine Schwankungen durchmachen müssen, dann geht einiges.“

Da der HSV Norderstedt seine Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen hat, startet die Reserve der TSV Burgdorf erst am 2. September beim Oranienburger HC in die neue Saison.

Von Christoph Hage


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