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Der eine ist stocksauer, der andere soll jetzt erst einmal eine Pause einlegen: Maurice Herbold (vorne) schied nach nur zehn Minuten verletzt aus, Trainer Jürgen Bätjer sieht nicht nur deswegen Gesprächsbedarf.

Der eine ist stocksauer, der andere soll jetzt erst einmal eine Pause einlegen: Maurice Herbold (vorne) schied nach nur zehn Minuten verletzt aus, Trainer Jürgen Bätjer sieht nicht nur deswegen Gesprächsbedarf.
© Bork

Handball

Handball Hannover-Burgwedel kommt beim HSV Hamburg böse unter die Räder

Burgwedeler brechen in der letzten Viertelstunde komplett auseinander und kassieren eine 22:37-Niederlage.

Handball. 2603 Zuschauer haben gutgelaunt den Heimweg angetreten, Jürgen Bätjer war stinksauer. „Ich darf mich nicht so abschlachten lassen“, sagte der Trainer von Handball Hannover-Burgwedel nach der 22:37 (11:17)-Schmach beim HSV Hamburg und wurde anschließend deutlicher: „Das ist unwürdig, das gehört sich einfach nicht. Am Ende stehen da 15 Tore Unterschied auf der Uhr.“ Die überragende Qualität des Titelkandidaten in der 3. Liga Nord sowie die Atmosphäre in der Alsterdorfer Sporthalle sei die eine Sache, wie man damit umgehe, die andere. „Das ist alles keine Überraschung. In der Schlussphase gehen wir jedem Zweikampf aus dem Weg“, sagte Bätjer.

Dabei hatte sich dieses Debakel zu Beginn nicht angedeutet, nach 13 Minuten verkürzte Steffen Fischer zum 4:5. Kurz zuvor war Maurice Herbold abermals mit muskulären Problemen im Oberschenkel ausgeschieden – ebenfalls ein Umstand, der Bätjer auf die Palme brachte: „Das müssen wir jetzt mal anders angehen. Vielleicht müssen wir ihn einfach mal vier Wochen rausnehmen, weil so tun wir ihm und uns keinen Gefallen mehr.“

Ohne ihren Rückraumshooter verloren die Burgwedeler immer mehr den Faden, blieben sieben Minuten lang ohne eigenen Torerfolg und fielen auf 4:9 zurück (20.) – bereits eine kleine Vorentscheidung, näher als auf vier Treffer kam der HHB im restlichen Spiel nicht mehr heran. „Wir waren einfach nicht griffig genug“, monierte Bätjer.

Nach dem Seitenwechsel stellten die Gäste zunächst auf eine doppelte Manndeckung um, hielten den Abstand konstant bei fünf Treffern (20:25, 46.) – und brachen in der letzten Viertelstunde komplett auseinander. Eine Serie von 2:12-Toren sorgte für zahlreiche leere Blicke auf der Heimfahrt. Allein der eingewechselte Kevin Herbst traf in dieser Phase sechsmal.

Vor dem nächsten Heimspiel am Sonnabend gegen den TSV Altenholz will Bätjer nun die Defensivarbeit auf andere Beine stellen. „Wir fangen wieder bei Null an, stellen in der Abwehr ein bisschen um und dann schauen wir mal, ob es gegen den amtierenden Meister eine Reaktion gibt“, meinte Burgwedels Trainer.

Handball Hannover-Burgwedel: Kinzel, Räbiger – Antonevitch (10/2), Freitag, Dunekacke (je 4), Bergmann (2), Hoff, Fischer (je 1), Herbold, Michailidis, Paternoga, Otto, Behnke, Behr

Von Christoph Hage


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