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Fußball

HSV ohne Kacar und Hunt nach Bremen - Pizarro könnte beginnen

Beim HSV fallen vor dem Nordduell in Bremen reihenweise Spieler aus: Kacar und Hunt müssen passen - Lasogga will schnell gesund werden. Bei Werder könnte Pizarro in der Startelf stehen.

Bremen/Hamburg. Beim Hamburger SV ist vor dem Nordderby der Fußball-Bundesliga am Samstag gegen Werder Bremen der Personalnotstand ausgebrochen. Mittelfeldspieler Gojko Kacar zog sich einen Innenbandriss zu und fällt vier bis sechs Wochen aus. "Das war eine blöde Situation, er ist gegrätscht, und ein Spieler ist auf das Bein gefallen", sagte Trainer Bruno Labbadia am Donnerstag. Verteidiger Matthias Ostrzolek fiel auf Kacars Bein. Auch Aaron Hunt, der nach einem Muskelfaserriss auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Club hoffte, kann wegen hohen Fiebers und einer Mandelentzündung definitiv nicht spielen.

"Das sind Ausfälle, die uns wehtun", betonte Labbadia. Dazu begab sich Pierre-Michel Lasogga wegen eines Magen-Darm-Infektes in ärztliche Behandlung. Bei dem Stürmer müsse man abwarten, ob er am Freitag das Abschlusstraining absolvieren könne. "Wir werden nicht jammern, sondern mit Lust ins Nordderby reingehen", meinte Labbadia: "Ein Derby ist etwas Schönes, das Salz in der Suppe. Und ich nehme viel Salz in meine Suppe."

Er selbst kündigte unterdessen eine baldige Verlängerung seines auslaufenden Vertrages an, auch wenn die angespannte finanzielle Situation sich in Hamburg auf Sicht nicht verbessern werde: "Wir sind nicht gerade auf Rosen gebettet, aber wir sind alle gewillt, den Berg, der vor uns liegt, gemeinsam zu besteigen."

Werder-Trainer Viktor Skripnik hofft nach der 0:6-Pleite in Wolfsburg derweil auf eine positive Reaktion. "Wir können uns sofort rehabilitieren, aber können auch noch tiefer fallen", sagte er. "Wir müssen es besser machen und uns anders präsentieren."

Die Hamburger kommen mit einem 3:1 gegen Borussia Dortmund im Rücken ins mit 42 100 Zuschauern ausverkaufte Weserstadion. "Sie dürften mit viel Selbstbewusstsein herkommen", teilte der Ex-Profi mit. Für den Ukrainer sind die Ergebnisse aus der vergangenen Woche unwichtig. "Der Favorit gewinnt sowieso nicht immer. Egal, wer in welcher Verfassung ist, es geht um das Prestige", erklärte Skripnik.

Personell muss der Werder-Coach auf den gelbgesperrten Kapitän Clemens Fritz verzichten. Auch Ulisses Garcia fehlt verletzt. Dagegen ist Theodor Gebre Selassie nach überstandener Gehirnerschütterung wieder einsatzbereit. Auch HSV-Schreck Claudio Pizarro könnte in die Startformation rutschen. Der Peruaner erzielte in 24 Begegnungen gegen die Hamburger 19 Treffer. Gegen keinen Verein traf der beste ausländische Torschütze der Bundesliga-Geschichte häufiger. "Er ist weiter als zu Beginn und kann mehr als 45 Minuten spielen", erklärte Skripnik.

Unter dem Eindruck der Terroranschläge von Paris sollen Autos und Besucher intensiv kontrolliert werden. Für die Gäste-Fans werden die Stadiontore bereits um 13.00 Uhr geöffnet. Die Polizei und Werders Sicherheitsfirma werden mehr Personal im Einsatz haben.

dpa


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