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Der Mann mit den Sprungfedern unter den Füßen: Artjom Antonevitch ist bislang einer der wenigen Lichtblicke im Burgwedeler Spiel – zuletzt ließ aber auch er sich anstecken von der Nervosität.

Der Mann mit den Sprungfedern unter den Füßen: Artjom Antonevitch ist bislang einer der wenigen Lichtblicke im Burgwedeler Spiel – zuletzt ließ aber auch er sich anstecken von der Nervosität.
© Bork

Handball

HHB auf dem Sprung zum ersten Hochgefühl?

Handball Hannover-Burgwedel beim Aufsteiger in Barmbek, die TSV Burgdorf II beim Vorletzten 1. VfL Potsdam.

Handball. Nichts kommt von jetzt auf gleich – auch wenn sie bei Handball Hannover-Burgwedel natürlich alles dafür tun, dass es möglichst bald in eine bessere Zukunft geht. Der nächste Gastgeber am Sonnabend (18 Uhr) in der 3. Liga Nord, die HG Barmbek, hat der Sieben von Trainer Jürgen Bätjer diesbezüglich schon etwas voraus: Mit dem 35:33 jüngst gegen die SG Flensburg-Handewitt II ist der Aufsteiger aus Hamburg bereits einmal als Sieger vom Feld gegangen – ein Gefühl, das dem HHB bislang verwehrt geblieben ist. Und vielleicht ist es gerade dieses Hochgefühl, das den Burgwedelern fehlt, um endlich die viel zitierte Sicherheit reinzukriegen.

Aus diesem Grund hatten die Burgwedeler vor zwei Tagen ein weiteres Testspiel bestritten. Gegen den Oberligisten SF Söhre (35:20) ging es vor allem darum, na klar, Sicherheit in die Abläufe einer im Sommer neu formierten Mannschaft zu bekommen. „Wir haben uns drei, vier Sachen vorgenommen und konnten viel mitnehmen“, sagt Bätjer. Dazu gehörte unter anderem, sich nicht jede halbgare Chance zu nehmen, sondern auf eine bessere Abschlusssituation zu warten. „So lange wir den Ball haben, kann der Gegner kein Tor machen“, sagt Bätjer. Zudem ging es um die Bindung von Spielmacher Florian Freitag. „Man merkt Flo an, dass er von der Spielsteuerung her noch nicht in der 3. Liga angekommen ist. Die anderen kommen mit seinem Tempo manchmal nicht mit.“

Das Burgwedeler Konstrukt sei derzeit noch recht fragil, sobald seine Spieler eine Situation nicht sofort lösen könnten, würde das Überlegen losgehen. Ein Ist-Zustand, der durch die hohen Niederlagen gegen den HSV Hamburg (22:37) und den TSV Altenholz (20:30) noch einmal befeuert wurde, der nach den nächsten drei Spielen in Hamburg, bei der Flensburger Reserve und gegen den VfL Fredenbeck aber ein anderer sein soll. „Wenn wir vom Kopf her in sicheres Fahrwasser wollen, müssen wir die nächsten drei Spiele gewinnen“, sagt Bätjer.

Zumindest an diesem Wochenende muss der HHB-Trainer neben Justin Behr (Studium) auch auf Maurice Herbold verzichten. Die MRT-Untersuchung hat keine neuen Erkenntnisse bezüglich seiner muskulären Probleme im Oberschenkel gebracht, das Programm soll nun langsam gesteigert werden. „In Hamburg wird er auf keinen Fall spielen“, sagt Bätjer. Beim Aufsteiger muss es aber auch ohne den Rückraumshooter gehen.

Zu Gast bei einem Freund

Nach dem ersten Saisonerfolg jüngst gegen den MTV Braunschweig (34:26) sollte man meinen, für die TSV Burgdorf II stünde mit der Partie beim 1. VfL Postdam (Freitag, 20 Uhr) eine leichte Aufgabe auf dem Programm – doch weit gefehlt. Zwar verlor der Tabellenvorletzte in Oranienburg und gegen den HSV Hamburg deutlich, aber gegen den DHK Flensborg und den MTV Braunschweig gab es knappe Niederlagen. „Die dürfen wir nicht am Tabellenstand messen, die verfügen über eine sehr gut besetzte Mannschaft und sind auf jeder Position stark besetzt. Die werden noch einen gewaltigen Sprung nach oben machen“, ist sich Heidmar Felixson sicher.

Für den TSV-Trainer gibt es in Potsdam ein Wiedersehen mit dem befreundeten Daniel Deutsch, mit dem er einige Jahre zusammen in Burgdorf gespielt hat. Deutsch hat beim VfL das Traineramt von Jens Deffke übernommen. Herausragender Akteur der Gastgeber ist Rechtsaußen Yannik Münchberger, der in den bisherigen vier Begegnungen 30 Treffer erzielt hat. „Auf den müssen wir besonders achten“, sagt Felixson.

Bis auf den Langzeitverletzten Jago Mävers kann der Burgdorfer Coach seine beste Formation auf das Feld schicken. Ob Dominik Kalafut im Bundesliga-Team auflaufen muss, wird kurzfristig entschieden. „Wenn wir die Leistung aus dem Spiel gegen Braunschweig wieder abrufen können, dann ist mir nicht bange. Die hat mir gezeigt, dass wir in dieser Liga jede Mannschaft bezwingen können“, sagt Felixson. Und nur allzu gern würde er auch aus Potsdam zwei weitere Punkte mit nach Hause nehmen.

Von Christoph Hage und Rolf Linda


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