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Renntag

Glanzritt stoppt Quasillo

5700 sind beim After-Work-Renntag auf der Bult in Langenhagen. Articus siegt im Hauptrennen.

Langenhagen. Besser hätte der Arbeitstag von Trainer Waldemar Hickst aus Köln nicht beginnen können: Sieg im Hauptrennen gestern auf der Bult! Die aus Hamburg übernommene „Maxios-Trophy“, ein mit 55 000 Euro dotiertes Gruppe-III-Rennen über 2000 Meter, war der zweite Start des Tages - und mit Top-Galoppern besetzt.

Hickst-Hengst Articus lieferte sich ein heißes Duell mit Quasillo, der in Hannover sein Comeback nach einem Jahr Verletzungspause gab. Mit einer halben Länge Vorsprung flitzte Mit-Favorit Articus ins Ziel. Im Absattelring gabs von Trainer Hickst erst mal eine angenehm kühle Wasserdusche aus dem Gartenschlauch. „Ein Glanzritt“, lobte Hickst seinen Sieg-Jockey Marc Lerner aus Frankreich - vergaß aber nicht, den Unterlegenen zu adeln. Nach der langen Pause sei der letztjährige Derby-Favorit Quasillo „riesig gelaufen“. Nicht ganz so gut lief es für die von Bult-Chef Gregor Baum kurzfristig nachgenannte Anna Mia. Die von Melanie Sauer in Langenhagen trainierte Stute wurde Letzte.

Für die meisten Jockeys ging es gleich gehetzt weiter zum nächsten Ritt. Keinen Stress machten sich die geschätzt 5700 Besucher auf der Rennbahn. Ein Großteil kam schließlich gerade von der Arbeit. Ein kleines Picknick auf der Wiese vor der Tribüne, das Wettprogramm in der Hand, die Sonne im Nacken - der perfekte Werktag-Ausklang beim chilligen „After-Work“-Renntag auf der Bult.

Chef Baum ließ traditionell für diesen Anlass die Krawatte im Schrank und freute sich auf das Barbecue am Abend mit seinen Gästen und auf „den sportlichen Leckerbissen“ mit insgesamt elf Rennen, die übrigens alle ins wettverrückte Frankreich übertragen wurden. Ein vergleichsweise unbedeutendes Ausgleich-Rennen in Langenhagen sorgte gestern im Nachbarland für einen Umsatz von 130 000 Euro. Nur für Wetten auf Sieg wohlgemerkt. Zum Vergleich: Der gesamte Umsatz für alle Rennen auf der Bult lag gestern in Deutschland bei 153 000 Euro.

Favorit im Listenrennen (Großer Preis der Dr. Klein & Co.AG) war Wacaria aus dem Stall von Derby-Sieg-Trainer Andreas Wöhler. Keine gute Wette - die Stute wurde nur Achte, weit hinter Siegerin Lopera. Auch Außenseiterin Adelaide Rose aus dem Stall von Bult-Trainer Christian Sprengel konnte nichts ausrichten.

Kollege Hans-Jürgen Gröschel rettete die Bult-Ehre. Sein Wallach Itobo siegte im letzten Rennen um 21.20 Uhr und sorgte für den einzigen Heimsieg gestern. „Heute lief ja sonst nicht so viel“, sagte Gröschel, „da freut man sich natürlich über so einen Abschluss.“


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