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© Foto: Zwing

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DFB-Pokal

Germania ohne Chance gegen Hoffenheim

Schade: Das Abenteuer DFB-Pokal ist für Germania Egestorf/Langreder schon in der ersten Runde vorbei. Gegen die Hoffenheimer hatte der Viertligist keine Chance.

Hannover. Nach dem 6:0 holte Hoffenheims Bundesliga-Trainer Julian Nagelsmann weit aus. „Ein toller Tag“ war das für ihn, und es mache immer Freunde, aus Hoffenheim „aufs Dorf zu kommen und solche Spiele machen zu dürfen“. Der 1. FC Germania Egenstorf/Langreder durfte tatsächlich ein bisschen stolz sein. 2500 Fans kamen ins August-Wenzel-Stadion und feierten den Viertligisten, als hätten sie die zweite DFB-Pokalrunde erreicht. Dabei hatten sie sportliche keine Chance gehabt. Entsprechend enttäuscht wirkte auch Germania-Trainer Jan Zimmermann: „Ich habe den Jungs gesagt, wenn wir Komplimente bekommen, haben wir was falsch gemacht.“

Zum atmosphärisch perfekten Pokalsonntag hatte Egestorf „der Mut gefehlt“, wie Zimmermann sagte. Ein reingestochertes und umstrittenes Abseits-0:1 durch Andrej Kramaric, ein 0:2 durch Sebastian Rudy. „Beides kann man verteidigen“, fand Zimmermann. Dann vergeigte Torjäger Christoph Beismann aus drei Metern die Riesenchance zum 1:2. „Das hätte wieder Spannung reingebracht“, wusste Beismann. Aber Egestorf kam selten nach vorne und nicht mehr ran. Mit dem 0:4 zur Pause war das Aus besiegelt.

Spiel verloren, Sympathien gewonnen, auch durch die starke Leistung von Torwart Markus Straten-Wolf, der einen Elfer von Mark-Alexander Uth hielt (49.). Der Innenverteidiger Marek Waldschmidt führte bemerkenswerte Duelle mit Sandro Wagner. „Er ist ein Heißsporn, aber diesmal war alles fair“, sagte Waldschmidt. Kapitän Mirko Dismer wurde zum Wagner-Opfer. Nach dem Foul an Wagner packte der Profi Diesmer am Kragen, bekam aber nur Gelb. Später sah Diesmer Gelb-Rot (61.). Pavel Kaderabek flog nach einer Brutalo-Grätsche gegen Sascha Derr vom Platz (72.).

Nach vier vergebenen Chancen spottete Barsinghausen über Wagner. Dann schoss Waldschmidt dem Stürmer durch die Beine (88.). „Ich hätte zur Ecke klären können oder ihn tunneln. Dann habe ich mich für den Tunnel entschieden“, scherzte Waldschmidt. Wagner fand das nicht lustig und schoss mit Gewalt das 6:0. Er jubelte, als wäre es das goldene Tor der Verlängerung. Wagner wurde anders als sein Trainer nicht richtig warm mit dem Dorf-Ausflug nach Barsinghausen.

Egestorf/Langreder: Straten-Wolf - Dismer, Waldschmidt, Gaida, Schikora - Stieler, Derr- Bönig, Siegert, Baar - Beismann. Hoffenheim: Baumann - Schär, Voigt, Bicakcic - Kaderabek, Rudy, Schwegler, Zuber - Uth, Wagner, Kramaric.

Tore: 0:1 Kramaric (18.), 0:2 Rudy (21.), 0:3 Kramaric (32.), 0:4 Uth (43.), 0:5, Terrazzino (80.), 0:6 Wagner (90.).


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