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Obenauf: Morten Olsen, dänischer Olympiasieger der Recken, sprüht derzeit geradezu vor Spielfreude.

Obenauf: Morten Olsen, dänischer Olympiasieger der Recken, sprüht derzeit geradezu vor Spielfreude.
© dpa

TSV Hannover-Burgdorf

Erfolg macht populär

Dänisches TV-Team begleitet Recken vor Leipzig-Spiel. Das Comeback von Atman und Lehnhoff ist noch nicht in Sicht.

Hannover. Die Recken eilen von Sieg zu Sieg, sind als ungeschlagener Spitzenreiter die positive Überraschung der Handball-Bundesliga. Und Erfolg macht populär. Der Höhenflug in der vermeintlich besten Liga der Welt hat auch Fernsehsender in Dänemark aufmerksam werden lassen.

Ein Team von TV2, einem frei empfangbaren Sender im Nachbarland, ist in Hannover, um die TSV-Handballer beim Training vor dem Spiel beim SC Leipzig (Sonntag, 12.30 Uhr) zu filmen – und speziell seine beiden Landsleute Morten Olsen und Casper Mortensen zu interviewen. Aber auch Erfolgscoach Carlos Ortega, der eine dänische Vergangenheit als Trainer des dortigen Erstligisten KIF Kolding Kopenhagen hat, stand geduldig Rede und Antwort.

Den beiden TV-Journalisten kam da natürlich zu passe, dass sich die beiden Dänen im Team der TSV Hannover-Burgdorf derzeit in Topform präsentieren. Olsen, der in der vergangenen Saison sichtlich Motivationsprobleme hatte, sprüht geradezu vor Spielfreude. Und Mortensen trifft sicher wie nie, egal ob bei Siebenmetern oder aus dem Feld. „Ich fühle mich einfach topfit“, sagt der 27-Jährige.

Dass die beiden dänischen Olympiasieger so großartig aufspielen, ist für die Recken auch aus einem anderen Grund nicht unerheblich: Die Konkurrenten von Olsen und Mortensen schleppen sich nämlich seit Monaten mit schwerwiegenden Verletztungen herum. Pavel Atman, 107-facher russischer Auswahlspieler, der im Sommer aus Weißrussland zu den Recken kam, kann wegen eines Haarrisses im Mittelfuß erst auf ein paar Einsatzminuten zurückblicken. Wann er wieder fit wird, ist offen. „Ich habe keine Glaskugel“, sagt Trainer Ortega.

Rückraumspieler Atman steckt derzeit ebenso in der Reha wie Linksaußen Lars Lehnhoff. Den 31-Jährigen plagt seit der Saisonvorbereitung eine schmerzhafte Achillessehnenreizung. „Ich arbeite hart in der Reha“, sagt Lehnhoff, „absolviere ein ausgeklügeltes und komplexes Programm.“ Er hat ein „gutes Gefühl“, aber einen Termin für sein Comeback hat er sich nicht gesetzt. „Ich weiß es wirklich nicht“, sagt er, „ich werde mich auch nicht unter Druck setzen und auch nicht setzen lassen.“

Derzeit ist das Eigengewächs bei allen Heim- aber auch einigen Auswärtssielen dabei, um seine Mitspieler anzufeuern. „Es ist schön, wie erfolgreich wir sind“, sagt Lehnhoff. „Ich freue mich riesig, aber es tut auch weh, nicht helfen zu können.“ Die Siegesserie lindert seinen Schmerz zumindest ein bisschen.

Von Jörg Grußendorf


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