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Werders Sportdirektor Thomas Eichin.

Werders Sportdirektor Thomas Eichin. © Carmen Jaspersen/Archiv

Fußball

Eichin trotz Vertragsverlängerung frustriert

Sportchef Eichin bleibt Werder Bremen weiter erhalten. In Feierlaune ob seiner Gehaltsaufbesserung war Eichin nach dem 1:2 in Darmstadt aber nicht. Der Frust saß tief nach der zweiten unnötigen Pleite in Folge.

Darmstadt (dpa/lni) - Nach der zweiten bitteren und unnötigen Pleite binnen vier Tagen hatte Werder Bremens Sportchef Thomas Eichin keine Lust mehr, groß über seine Vertragsverlängerung zu sprechen. "Es gibt unglaublich viele Punkte, die für Werder sprechen und unglaublich wenige, die gegen Werder sprechen", begründete Eichin lapidar seine angekündigte Zusage, Werders Angebot zur Verlängerung des Arbeitsverhältnisses bis 2018 anzunehmen. Nach dem 1:2 am Dienstag beim Aufsteiger SV Darmstadt 98 war Eichin einfach nur erbost.

"Wenn wir so weitermachen, sind wir ruck-zuck da, wo wir nicht hingehören", wetterte Eichin nach der zweiten Pleite gegen einen Aufsteiger in Folge. Bereits beim 0:1 am vorigen Samstag gegen den FC Ingolstadt hatte Werder sich selbst um einen möglichen Punkt gebracht. Assani Lukimya verschuldete in der Nachspielzeit einen unnötigen Strafstoß. In Darmstadt verursachte Werder-Keeper Felix Wiedwald einen Foulelfmeter vor dem 1:2 (84. Minute) durch den Ex-Bremer Sandro Wagner. Vorausgegangen war eine Uneinigkeit mit Abwehrchef Jannik Vestergaard.

"Wir haben den Gegnern schon zwei Elfmetern geschenkt, das ärgert uns", monierte Trainer Viktor Skripnik, Leistungsträger Zlatko Junuzovic sprach von einer "Pechsträhne". Ganz so lapidar aber wollte Eichin dies nicht abtun. "Wir machen in gewissen Situationen Fehler, die so nicht passieren dürfen", schimpfte der Manager: "In so einem Spiel muss man dann auch mal froh sein, wenn man einen Punkt mitnimmt."

Nach der zweiten Pleite in Folge steht Werder mit sieben Punkten aus sechs Spielen nun im unteren Mittelfeld. "Wir müssen schleunigst Punkte holen, um nicht abzurutschen", forderte Eichin vor der Heimpartie gegen Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr).

Seine Laune war vor Beginn des Darmstadt-Spiel deutlich besser gewesen. Nach monatelangen Verhandlungen hatte er am Dienstagmorgen dem Aufsichtsratschef Marco Bode seine Zusage gegeben. Eichins im Sommer 2016 auslaufender Vertrag soll bis 2018 verlängert werden. Das Gehalt steigt laut unbestätigten Medienangaben von 300 000 auf 500 000 Euro pro Jahr an. Sprechen wollte der Manager nach der 1:2-Pleite darüber aber nicht: "Ich bin erstmal frustriert."

dpa


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