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Anfassen zur Probe: Die Volleyball-Stars Simon Tischer (Friedrichshafen), Georg Klein  (Berlin), Deborah von Daelen (Stuttgart) und Lauren Barfield (Schwerin, von links) freuen sich aufs Supercup-Finale in Hannover.

Anfassen zur Probe: Die Volleyball-Stars Simon Tischer (Friedrichshafen), Georg Klein (Berlin), Deborah von Daelen (Stuttgart) und Lauren Barfield (Schwerin, von links) freuen sich aufs Supercup-Finale in Hannover.
© Florian Petrow

Supercup in der Tui-Arena

Die Top-Volleyballer kommen

Es ist lange her, da war Hannover eine ganz, ganz große Nummer im deutschen Volleyball. 18 Meistertitel holten die Frauen des 1. VCH, 16 davon in Serie. In den 1950ern, 60ern und 70ern war das. Seitdem ist es ruhig geworden um Spitzenvolleyball. Bis jetzt! Ein eigenes Topteam hat die Stadt zwar noch nicht wieder hervorgebracht, dafür kommen die vier besten Mannschaften Deutschlands in die Tui-Arena. Am 8. Oktober (Einlass ab 11 Uhr) spielen die erfolgreichste Frauen und Männer um den Supercup. Zwei Spiele, viel Show – und die Hoffnung auf eine neue alte Volleyball-Hochburg

Hannover. Erst 15 Jahre nach dem letzten Titelgewinn (1976) des 1. VC Hannover wurde Georg Klein überhaupt geboren. Der 26-Jährige ist einer von Deutschlands besten Volleyballern, wechselte gerade von Pokalsieger VfB Friedrichshafen zu Meister Berlin Volleys. Wie passend: Genau die beiden Teams spielen beim Supercup in Hannover gegeneinander. Eine besondere Herausforderung für Klein: „Es wäre für mich das Schlimmste, gegen ehemalige Mitspieler zu verlieren, das kann ich nicht“, sagt er und lacht. Klein hat richtig gute Laune, auch wenn die Aussage durchaus ernst gemeint ist. Und er hat schon jetzt Bock aufs Supercup-Finale in der Tui-Arena: „Ich weiß, dass es in Hannover richtig begeisterte Volleyball-Fans gibt“, erzählt er.

Darauf freut sich auch sein Konkurrent Simon Tischer, der Kapitän von Friedrichshafen: „Das wird ein Spiel auf sehr hohem Niveau, das wird auch für die Zuschauer richtig interessant. Ich hoffe auf eine volle Halle. Und vielleicht wecken wir mit Volleyball auf Topniveau ja wieder die Begeisterung.“ Die, die es früher mal gab zu den besten hannoverschen Volleyballzeiten.

Bisher sind etwas mehr als 4500 Tickets weg für das Volleyball-Spektakel. Tendenz steigend. Kein Wunder, die Vorfreude aufs Event ist groß, nicht nur in Hannover: Es ist überhaupt erst der zweite Supercup, den die Volleyball-Bundesliga ausrichtet. Die erste Auflage in Berlin 2016, jetzt gibt’s die Premiere in der Tui-Arena.

Keine einmalige Sache, geht es nach Liga-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung: „Die Tui-Arena ist eine große Halle für bis zu 10 000 Leute, eine große Eventhalle, in der es immer wieder großen Sport zu sehen gibt. Ich denke, wir werden nicht nur einmalig hier aufschlagen“, sagt Jung und fügt an: „So eine große Tradition ist ein guter Boden für eine Volleyball-Veranstaltung“,

Das Programm lässt jedenfalls bei Volleyball- und Event-Fans kaum Wünsche offen. Das Männer-Finale steht als sportlicher Höhepunkt an, dazu gibt’s Rahmenprogramm mit einem Auftritt von „The Voice of Germany“-Gewinner Tay Schmedtmann – und schon zum Start des Volleyball-Festes das Damen-Endspiel: Meister Schwerin gegen Pokalsieger Stuttgart.

Auch die Frauen haben schon richtig Vorfreude aufs Finale und Hannover: „Ich finde das sehr interessant, mal in einer anderen, so großen Halle zu spielen“, sagt Stuttgarts Niederländerin Deborah von Daelen. Und auch Schwerins Lauren Barfield jubelt: „Ich freue mich sehr auf das Spiel, ich freue mich sehr auf die Atmosphäre, und ich freue mich sehr auf die Fans!“

Jetzt muss es nur noch richtig voll werden in der Tui-Arena, damit’s auch ein lautes Spektakel wird.

Von Jonas Szemkus


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