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Hohe Sprünge im Blick: Eike und Imke Onnen hoffen auf gute Resultate in Garbsen.

Hohe Sprünge im Blick: Eike und Imke Onnen hoffen auf gute Resultate in Garbsen.
© Petrow

Leichtathletik

Die Onnens greifen wieder gemeinsam an

Die Hochsprung-Geschwister Eike und Imke aus Hannover stehen beim FHDW-Springer-Meeting am Sonntag in Garbsen im Blickpunkt.

Garbsen. Wie die Zeit vergeht! Am 20. Mai 2007 – also vor zehn Jahren – sprang Eike Onnen 2,34 Meter hoch im Garbsener Stadion am Planetenring. Diese Leistung brachte den damals 24-jährigen Hannoveraner vorübergehend auf den ersten Platz in der Weltjahresbestenliste. Und sie ist immer noch Rekord beim FHDW-Springer-Meeting. Am kommenden Sonntag will er in Garbsen wieder hoch hinaus.

Der Hochspringer von Hannover 96 ist auch mit 34 Jahren Weltklasse. Das zeigte er jüngst bei den hannoverschen Bezirksmeisterschaften, als er per Kaltstart quasi 2,30 Meter hoch sprang. Damit hat er die deutsche Norm für die WM in London schon erfüllt. „Nun will ich Bestleistung springen, am liebsten schon in Garbsen“, sagt Onnen, der durch die starke Leistung viel Auftrieb erhalten hat. Seine Bestleistung steht eben bei jenen 2,34 Metern aus 2007.

Zu hohen Sprüngen könnte den EM-Dritten von 2016 starke Konkurrenz aus Übersee treiben. Edgar Rivera aus Mexiko und Luis Castro aus Puerto Rico wollen auch 2,30 Meter und höher springen. Und beide stehen auch in den Siegerlisten des Garbsener Meetings.

Etwas bescheidener als Eike gibt sich Schwester Imke Onnen, die 2016 verletzt pausierte. „Wir müssen sehen, wie der Fuß reagiert“, sagt Mutter und Trainerin Astrid Fredebold-Onnen. Daher liegt die Zielsetzung für den ersten Hochsprungwettkampf seit rund einem Jahr bei 1,80 Meter.

Für den Sieg dürfte das nicht reichen. Darum kämpfen wohl die Berlinerin Jossie Graumann, Fünfte der Hallen-Europameisterschaft, und die Norwegerin Katarina Mögenburg. Deren Vater Dietmar war 1984 Olympiasieger und 1982 Europameister für die Bundesrepublik Deutschland.

Ebenfalls auf Rekordjagd in Garbsen will ein Europameister gehen. Der Chemnitzer Max Heß peilt eine Weite von 17 Metern im Dreisprung an. „Das wäre eine Premiere“, sagt Meeting-Organisator Bernd Rebischke. Im Dreisprung der Frauen startet die beste Europäerin in der Halle, Kristin Gierisch (ebenfalls Chemnitz). Auch sie würde gern weiter springen als die 14,31 Meter aus dem Vorjahr und damit ebenfalls eine neue Bestmarke setzen. Das Überwinden der 14-Meter-Marke peilt Neele Eckhardt (Göttingen) an.

Resultate jenseits der 6,50 Meter im Weitsprung erhoffen sich Alexandra Wester und Melanie Bauschke. Beide zählen zur nationalen Spitze.

Das Springer-Meeting im Garbsener Stadion am Planetenring beginnt um 10.30 Uhr mit den Entscheidungen der U 18 und U 20 im Hoch-, Weit- und Dreisprung. Um 13.30 Uhr beginnt der Hochsprung und Dreisprung der Männer sowie der Weitsprung der Frauen. Um 15.30 Uhr werden der Weitsprung der Männer sowie der Hoch- und Dreisprung der Frauen entschieden. Der Eintritt ist frei.

Von Carsten Schmidt


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