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Matthias Rath und Totilas hatten eine fast einjährige Pause hinter sich.

Matthias Rath und Totilas hatten eine fast einjährige Pause hinter sich. © Friso Gentsch/Archiv

Pferdesport

Comeback: Rath und Totilas für deutsches EM-Team nominiert

Die Rückkehr von Matthias Rath und Totilas in den Turniersport ist geglückt. Mit zwei überzeugenden Auftritten beim Dressur-Turnier in Hagen bei Osnabrück empfahlen sich der 30 Jahre alte Reiter und sein Pferd nach fast einjähriger Verletzungspause für das deutsche Team bei der EM im August in Aachen.

Hagen/Osnabrück. "Sie haben sich in beiden Prüfungen gut präsentiert und überzeugend zurückgemeldet", sagte Verbands-Sportchef Dennis Peiler am Sonntag.

Folgerichtig berief der Dressur-Ausschuss der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) das Duo bei seiner Sitzung in Hagen für das kontinentale Championat in einem Monat. Die weiteren Paare sind die deutsche Meisterin Kristina Bröring-Sprehe aus Dinklage mit Desperados, Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen mit Unee und die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth aus Rheinberg mit Don Johnson.

Als Ersatzreiter wurden Anabel Balkenhol aus Rosendahl mit Dablino, Fabienne Lütkemeier aus Paderborn mit D'Agostino, Hubertus Schmitt aus Borchen-Etteln auf Imperio und Sanneke Rothenberger aus Bad Homburg mit Deveraux nominiert.

Mit dem Comeback des lange verletzten Millionen-Hengstes Totilas sind die Chancen der deutschen Dressur-Equipe auf eine erfolgreiche Titelverteidigung gestiegen. "Ein Totilas in Top-Verfassung ist für jede Mannschaft eine Verstärkung", sagte Peiler. "Wir haben eine starke Truppe und sind optimistisch. Das Ziel ist der Titel im eigenen Land."

Das Turnier in Hagen war für Rath und das teuerste Dressur-Pferd der Welt die einzige Chance, sich noch für die EM zu qualifizieren und die Aussicht, doch noch gemeinsam wenigstens einen internationalen Titel zu holen. Da sie bei der ersten Sichtung bei den deutschen Meisterschaften in Balve gefehlt hatten, durften sie in Hagen nicht für das Team im Nationenpreis reiten. 

Sie starteten stattdessen in den sogenannten Vier-Sterne-Prüfungen. Am Freitag gewannen Rath und Totilas überlegen im Grand Prix, am Sonntag folgte der klare Sieg im Grand Prix Special. "Uns war vorher klar, dass wir noch einiges draufpacken müssen", sagte Rath und stellte nach seinem Ritt zum Abschluss des Turniers kritisch fest: "Wir hatten noch teure Fehler."

Dennoch waren 80,360 Prozentpunkte im Grand Prix und 80,039 Zähler am Sonntag sehr gute Bewertungen angesichts der langen Pause. "Es waren einige gute Elemente dabei, aber es ist noch Luft nach oben", sagte der Ausschuss-Vorsitzende Klaus Roeser.

Auch seine Teamkolleginnen überzeugten wenige Wochen vor der Heim-EM. Mit Hubertus Schmidt holten sie am Donnerstag - wenn auch nicht gegen die stärkste Konkurrenz - den Nationenpreis. Am Samstag erreichten alle drei Paare im Grand Prix Special der Fünf-Sterne-Tour persönliche Höchstwertungen. Bröring-Sprehe siegte auf Desperados mit 83,824 Prozentpunkten vor von Bredow-Werndl auf Unee mit 79,490 Zählern und Werth auf Don Johnson mit 78,784 Zählern.

dpa


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