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Ein Haus in Bremen, das in den Werder-Farben gestrichen wurde.

Ein Haus in Bremen, das in den Werder-Farben gestrichen wurde. © Carmen Jaspersen/Archiv

Fußball

Bremen braucht Sieg im Abstiegsfinale gegen Frankfurt

Der Tag der Entscheidung: Sichert sich Werder Bremen den Klassenerhalt im Abstiegs-Krimi gegen Frankfurt? Am Samstag kommt es zum Showdown am 34. Spieltag der Bundesliga.

Bremen. Ganz Bremen zittert um den Klassenverbleib. Das Saisonfinale in der Fußball-Bundesliga steht ganz im Zeichen der Abstiegsangst. Werder und Eintracht Frankfurt treffen am Samstag (15.30 Uhr) im direkten Duell aufeinander, der VfB Stuttgart kann sich nur mit viel Glück und einem Sieg beim VfL Wolfsburg noch auf den Relegationsrang retten. 

Nur mit einem Erfolg starten die Bremer definitiv in der nächsten Saison im Oberhaus, bei einem Remis muss der vierfache deutsche Meister in die Relegation und trifft auf den 1. FC  Nürnberg. Verliert die Mannschaft von Trainer Viktor Skripnik gegen die Hessen und gewinnt gleichzeitig der VfB in Wolfsburg, müssen die Bremer zum zweiten Mal nach 1980 den Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

Doch von Hektik und Unruhe ist in der Hansestadt nichts zu spüren. Im Gegensatz. Die Stadt schmückt sich in Grün und Weiß und zeigt Solidarität mit den Profis. Am Bremer Rathaus hisste Bürgermeister Carsten Sieling am Freitag eine Werder-Fahne, über eine Weser-Brücke hängt ein großes Plakat mit der Aufschrift: "Die ganze Stadt für den Klassenerhalt - Los jetzt Bremen". Sehr zur Freude der Profis. "Die ganze Stadt steht hinter uns. Diese Unterstützung gibt Extra-Kraft", sagte Abwehrchef Jannik Vestergaard.

Besser sieht es vor dem Saisonfinale für die Eintracht aus: Frankfurt reicht in Bremen schon ein Unentschieden für die sichere Rettung. Zudem kann die Mannschaft von Trainer Niko Kovac nach rund zwei Monaten Verletzungspause wieder auf Torjäger Alex Meier zurückgreifen. Er steht zumindest im Kader. "Wenn wir es schaffen sollten, würde sich das wie eine Meisterschaft anfühlen", sagte Frankfurts Torhüter Lukas Hradecky der "Frankfurter Rundschau" (Freitag).

Der VfB Stuttgart, der 2007 noch den Titel holte, steht am Samstag vor dem ersten Absturz in die 2. Liga seit 41 Jahren. Nachdem der VfB im März schon gerettet schien, ist er als Tabellenvorletzter nun bereits so gut wie abgestiegen. Um die Entscheidungsspiele gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Nürnberg zu erreichen, muss die Mannschaft von Trainer Jürgen Kramny gegen den VfL Wolfsburg gewinnen - und im besten Fall auf eine Niederlage der Bremer gegen Frankfurt hoffen.

"Unsere Aufgabe ist, am Samstag dieses Spiel zu gewinnen. Dann schauen wir, ob im Weserstadion noch ein Strohhalm steht, an den wir uns klammern können", sagte der umstrittene VfB-Sportvorstand Robin Dutt. Selbst wenn das Spiel in Bremen Remis ausgehen sollte, ist eine Rettung des VfB unwahrscheinlich. Dadurch könnte Stuttgart mit Bremen nach Punkten zwar gleichziehen, doch die Tordifferenz von Werder ist um sieben Treffer besser.

dpa


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