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Braunschweigs Julius Biada (r) und Karlsruhes Franck Kom kämpfen um den Ball.

Braunschweigs Julius Biada (r) und Karlsruhes Franck Kom kämpfen um den Ball. © Peter Steffen

Fußball

Braunschweig in der Relegation

Braunschweig gegen Wolfsburg - der Nachschlag der Saison kann sich aus niedersächsischer Sicht sehen lassen. In der Relegation geht es zwischen den beiden Nachbarn um den letzten freien Platz in der Ersten Liga.

Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat den direkten Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga verpasst. Eine Woche nach dem 0:6-Blackout bei Arminia Bielefeld gewann das Team von Trainer Torsten Lieberknecht zwar sein Heimspiel gegen den bereits als Absteiger feststehenden Karlsruher SC mit 2:1 (2:1). Da parallel aber Hannover 96 beim SV Sandhausen 1:1 (0:0) spielte, beendeten die Niedersachsen die Saison auf Platz drei.

In der Relegation geht es nun gegen den Lokalrivalen VfL Wolfsburg um den letzten freien Platz im Fußball-Oberhaus. Der VfL hatte am Samstag beim Hamburger SV mit 1:2 verloren und die Rettung damit verpasst. Das erste Duell der beiden Nachbarn findet am Donnerstag (20.30 Uhr) in Wolfsburg statt, das Rückspiel dann vier Tage später in Braunschweig.

"Wir haben eine tolle Saison gespielt und 66 Punkte geholt. Das ist eine außergewöhnliche Leistung", sagte Sportdirektor Marc Arnold. Lieberknecht blickte bereits auf die Relegation gegen Wolfsburg. "Wir haben immer noch die Chance, Geschichte zu schreiben. Keine Mannschaft hätte es so sehr verdient wie wir", sagte der Coach. Er rechnet in den beiden Spielen mit breiter Unterstützung. "Es gibt ein blau-gelbes Herz in dieser Region."

Die Braunschweiger wollten ihre minimale Chance auf Platz zwei zumindest durch einen klaren Heimsieg wahren und begannen furios. Schon in der zweiten Minute brachte Domi Kumbela die Gastgeber per Kopf in Führung. Danach drückte die Eintracht weiter aufs Tempo, vernachlässigte dabei aber zu sehr die Defensive. Dies rächte sich in der 14. Minute, als Bjarne Thoelke der Ausgleich für die munter mitspielenden Gäste gelang.

Der guten Stimmung im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße tat das aber keinen Abbruch. Die Fans, die vor der Partie mit einer tollen Choreographie die Meistermannschaft von 1967 gefeiert hatten, trieben ihre Mannschaft weiter nach vorne. In der 34. Minute brachte Julius Biada die Eintracht wieder in Führung.

Drei Punkte und sechs Tore hätten die Braunschweiger auf 96 gut machen müssen - daran geglaubt hatten sie im Lager der Eintracht selbst nicht wirklich. "Wir gehen davon aus, dass wir noch drei Spiele haben", hatte Sportdirektor Marc Arnold vor der Partie noch einmal gesagt.

Dennoch kam noch einmal Hoffnung auf, als sich die Nachricht vom 1:0 für Sandhausen gegen Hannover im Stadion verbreitete. Die Fans wurden noch lauter, doch die Partystimmung ebbte schnell wieder ab, als 96 den Ausgleich in Sandhausen markierte.

In der Schlussphase hatte die Eintracht sogar Glück, dass der KSC eine seiner vielen Konterchancen nicht zum Ausgleich nutzte. So konnten die Braunschweiger zumindest Selbstvertrauen für das brisante Duell gegen Wolfsburg tanken.

dpa


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