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Tobias Hippler, Pauline Starke und Andreas Toba (v. l.) zeigen die Ehrenpreise zusammen mit Innenminister Boris Pistorius (2. v. r.).

Tobias Hippler, Pauline Starke und Andreas Toba (v. l.) zeigen die Ehrenpreise zusammen mit Innenminister Boris Pistorius (2. v. r.).
© Petrow

Sport in Niedersachsen

Besondere Botschafter

Turnheld Andreas Toba sowie die Nachwuchssportler Tobias Hippler und Pauline Starke werden vom Land ausgezeichnet

Hannover. Das Gästehaus der Landesregierung wird nur zu besonderen Anlässen geöffnet. Wie am Mittwoch für drei herausragende Sportler aus Niedersachsen: Der Turner Andreas Toba (TK Hannover) erhielt den erstmals verliehenen Preis des Ministerpräsidenten aus der Hand von Innen- und Sportminister Boris Pistorius. Judoka Pauline Starke (JT Hannover) und Tischtennisspieler Tobias Hippler (TuS Celle) wurden mit der Niedersächsischen Sportmedaille für besondere Leistungen im Nachwuchsbereich ausgezeichnet.

Die Stadtvilla im Zooviertel bot den Rahmen, um „Vorbilder zu ehren, die Werte wie Fleiß, Fitness und Fairness verkörpern“, sagte Pistorius in seiner kurzen Laudatio. „Alle haben großartige Leistungen gebracht, sie sind Vorbilder und Botschafter für unser Land.“

Die Vergabe des von Ministerpräsident Stephan Weil gestifteten Preises an Toba rief die „Dramatik und Emotion“ der olympischen Team-Qualifikation der Turner in Rio de Janeiro in Erinnerung. Der Hannoveraner hatte sich am Boden das Kreuzband gerissen, turnte aber mit dieser Verletzung unter großen Schmerzen am Seitpferd – und trug damit zur Finalteilnahme seiner Kollegen bei. Toba freute sich über die Auszeichnung auf seine Art ganz bescheiden. „Der Preis hat einen besonderen Wert für mich. Er wird im Wohnzimmer bei all den anderen Auszeichnungen seinen Platz finden und für mich Ansporn sein“, sagte Toba, der am Sonnabend 27 Jahre alt geworden war. Er ist nach der Verletzung wieder zurück auf dem Weg in die Weltspitze, auch wenn er bei der am Wochenende zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft in Montreal noch „verkrampft“ war und nicht die erhofften Leistungen zeigen konnte.

„Neue Motivation“ für weitere Anstrengungen im Training zieht auch Starke aus der Auszeichnung. Die 20-Jährige, die aus Höxter stammt, jetzt in Hannover studiert und zudem der Bundeswehr-Sportfördergruppe angehört, ist U21-Europameisterin in ihrer Gewichtsklasse. Die Auszeichnung für die Judokämpferin entspringt der Motivation, die Sportmedaillen-Vergabe „zeitgemäßer und moderner“ zu machen, wie es Pistorius ausdrückte. Dazu gehört die Würdigung von Toptalenten wie Starke und Hippler – beide lebten während ihrer Schulzeit im hannoverschen Sportinternat. Der 18-Jähirge, der im Sommer sein Abitur erworben hat, ist nach eigenen Angaben „Vollprofi“ und U18-Europameister im Doppel und mit dem Team. „Es ist schön, dass mit der Preisvergabe für uns Randsportarten einmal in den Blickpunkt rücken“, sagte Hippler.

Von Carsten Schmidt


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