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Thomas Eichin in Bremen bei einer Pressekonferenz.

Thomas Eichin in Bremen bei einer Pressekonferenz. © Carmen Jaspersen/Archiv

Fußball

Aus drei mach eins: Eichin starker Mann bei 1860 München

Zwei Geschäftsführer und ein Sportdirektor führten 1860 München nicht zum gewünschten Erfolg. Statt des Trio soll es künftig Thomas Eichin als alleinige sportliche Spitze auf der Geschäftsstelle richten. Der bisherige Bremer glaubt an die Trendwende bei den kriselnden "Löwen".

München. Bei 1860 München hat ab sofort Thomas Eichin das Sagen. Der Ex-Geschäftsführer von Werder Bremen wird neuer starker Mann des Fußball-Zweitligisten und soll all das besser machen, was vor ihm drei Managern nicht gelungen war. Wie der TSV am Donnerstag bekanntgab, wird der 49-Jährige neuer Sportchef und damit zunächst Nachfolger des tags zuvor beurlaubten Oliver Kreuzer.

Aber damit nicht genug: Der Ex-Profi soll nach dpa-Informationen baldmöglich auch die Aufgaben der beiden Noch-Geschäftsführer Markus Rejek und Noor Basha übernehmen. Der Chaos-Club um Investor Hasan Ismaik setzt nach zwei Pleiten-Jahren also alles auf einen Mann an der sportlichen Spitze. Am Montag (12.00 Uhr) wird er vorgestellt.

"Ich glaube an dieses Projekt und bin überzeugt davon, dass wir es gemeinsam mit allen Verantwortlichen schaffen, diesen Traditionsverein Schritt für Schritt zurück in die Erfolgsspur zu bringen", sagte Eichin, der einen Vertrag bis 2019 unterschrieb. Erst am Mittwoch hatte er seinen Kontrakt bei Werder aufgelöst, nachdem er im Mai nach Saisonende als Geschäftsführer freigestellt worden war.

Der frühere Gladbacher Profi und langjährige Eishockey-Manager der Kölner Haie stehe bereits mit Trainer Kosta Runjaic in Kontakt. Schon am Samstag (15.00 Uhr) ist der Trainingsauftakt für die Sechziger terminiert. An einen ruhigen Start in die Sommervorbereitung war aber nicht zu denken.

Nachdem sich die Trainersuche schon auffallend lange in die Länge gezogen hatte, folgte nun der große Umbruch an der sportlichen Spitze des Zweitligisten. Dass die zwei Geschäftsführer nicht bleiben dürfen, war abzusehen - im Februar hatte Geldgeber Ismaik schon die Entlassung von Rejek und Basha gefordert. Basha ist ein Cousin Ismaiks, eigentlich gelernter Pharmazeut und erst durch die Absetzung von Gerhard Poschner im Juli 2015 zu dem Job gekommen.

Der ambitionierte Ismaik, der mit 1860 ursprünglich in die Bundesliga aufsteigen wollte und zuletzt schon von einem neuen, großen Stadion samt anliegendem Zoogehege mit echten Löwen träumte, wollte aber schon länger einen starken Manager an der Spitze des Clubs. Weil das aktuelle Präsidium des TSV dem unberechenbaren Geschäftsmann aus Abu Dhabi wohlgesonnen ist, konnte er seine Vorstellung umsetzen.

Eichin gilt als machtbewusst, in Bremen machte er sich durch seine mitunter kompromisslose und ruppige Art nicht nur Freunde. "Zum Saisonstart wollen wir ein konkurrenzfähiges Team haben", sagte er. Offiziell werde er sein Büro erst am 1. August beziehen.

dpa


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