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Falsche Olympia-Tickets: Polizei fasst Händler

Die gleiche Firma, die schon in den Ticket-Skandal bei der Fußball-WM verwickelt war, macht auch zu Olympia wieder krumme Geschäfte. Die Polizei in Rio vereitelt einen Millionenschaden.

Rio de Janeiro. Der brasilianischen Polizei ist ein Schlag gegen eine Firma gelungen, die mit falschen Olympia-Tickets gehandelt haben soll. Der Chef einer britischen Ticketfirma, ein Ire, sei von der Polizei in Rio de Janeiro mit falschen Eintrittskarten erwischt und festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, soll er über 1000 Olympia-Tickets zu überhöhten Preisen gehandelt haben. Auch eine Mitarbeiterin, die auch als Übersetzerin während der Olympischen Spiele arbeite, sei festgenommen worden.

Die Firma war nach diesen Informationen bereits in einen Schwarzmarkt-Skandal bei der Fußball-WM 2014 verwickelt gewesen. Allein für die Eröffnungsfeier sollen Tickets im Wert von bis zu 7200 Euro zum Kauf angeboten worden sei, berichtete das Portal "O Globo" am Montag. Die Übergabe an mehrere Käufer sei in einem Hotel im Stadtteil Barra geplant gewesen, die Polizei habe das auf frischer Tat vereitelt. Insgesamt sollten Tickets für Top-Events für bis zu 2,8 Millionen Euro (10 Millionen Reais) verkauft werden.

Es blieb zunächst unklar, ob es sich ausschließlich um gefälschte Tickets oder auch um über Mittelsmänner gekaufte Tickets handelte, die illegalerweise zu überhöhten Schwarzmarktpreisen weiter verkauft werden sollten. Mario Andrada, Sprecher des Organisationskomitees, wollte das nicht vorschnell kommentieren: "Wir warten jetzt ab, welche Informationen die Polizei hat und dann reagieren wir." Donovan Ferreti, zuständige im Rio-Komitee für den Ticketverkauf, verneinte, dass es je eine Geschäftsbeziehung zu der britischen Firma gegeben habe. Laut Ferreti wurden allein am Sonntag 40 Personen festgenommen, die illegal versuchten, am Olympiapark Tickets auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

dpa


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