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Die Scorpions bejubeln den Treffer zum 2:1.© zur Nieden

Stadtderby gegen Indians

Sportlich siegen die Scorpions

Der Favorit holt den Stadt-Pokal: Nach dem 4:2 im Hinspiel siegten die Scorpions Miwwochabend am Pferdeturm mit 5:1. Doch die Indians gewinnen das Fanduell.

Von Simon Lange und Philipp Schaper

Hannover. Spielverderber David Wolf: Die Stimmung am Pferdeturm köchelte vor dem Stadtpokal-Rückspiel gerade hoch, da zerdepperte der Scorpions-Hüne beim Warmmachen mit einem Schlagschuss die Plexiglasscheibe vorm Indians-Fanblock. Totalschaden.

Der Einsatz einer neuen Scheibe dauerte endlos lange. Da war die Luft erstmal raus, bevor das Spiel mit 30-minütiger Verspätung überhaupt beginnen konnte. Scorpions-Trainer Hans Zach kontrollierte persönlich noch den korrekten Sitz des neuen Glases und erntete dafür Pfiffe.

Seinen nächsten Auftritt hatte der 19-jährige Wolf sieben Minuten vor dem Ende. Diesmal wollte er Indians-Kapitän Seppi Staltmayr seine Stärke beweisen. Das ging schief. Die Schiedsrichter schickten Wolf für seine Boxeinlage vom Eis.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Scorpions für die Träume des Underdogs ebenfalls als Spielverderber erwiesen. Der DEL-Klub führte mit 5:1, da war die erste Eishockey-Stadtmeisterschaft bereits entschieden – zumindest auf dem Eis. Auf den Rängen wollten die Indians-Fans sich den Titel aber nicht so einfach abnehmen lassen und sangen: „Die Nummer eins der Stadt sind wir“ – klarer Sieg im Fanduell, insgesamt also ein klares Unentschieden und ein tolles Eisho#ckeyfest. Fand auch Indians-Geschäftsführer Dirk Wroblewski: „7500 in der TUI-Arena, 4500 am Turm – eine tolle Werbung für das hannoversche Eishockey.“

Begeistert war auch Scorpions-Eigner Günter Papenburg: „Eine tolle Sache und eine Wiederholung wert. Das Eishockey in Hannover lebt. Aber man sollte die Kräfte bündeln und die Vereine zusammenführen.“ Ob die Fans das genauso sehen?

Einer feierte heimlich im eigenen Fanblock: Marco Stichnoth. Der Scorpions-Geschäftsführer war entgegen seiner Ankündigung, erst im dritten Drittel zu kommen, bereits im zweiten Abschnitt Augenzeuge.

Leichtes Chaos zum Ende hin: Stadt-Sportmanager Klaus Timaeus wollte Scorpions-Kapitän Tino Boos mit der Schale für den Vizemeister abspeisen. Fehler bemerkt – den Teller gabs natürlich für die Indians. Boos durfte um 22.10 Uhr dann doch mit dem Pokal zu den Scorpions-Fans fahren.


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