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Trickser: Scorpions-Trainer Hans Zach.© zur Nieden

2:3 nach Penaltyschießen in Berlin

Serie der Hannover Scorpions gerissen

Scorpions-Trainer Hans Zach trickste, aber er konnte die erste Pleite in Berlins neuer Arena nicht verhindern.
Bitter: Hannover verlor wieder einmal nach Penaltyschießen.

BERLIN. Als die Entscheidung nahte, versuchte es Scorpions-Trainer Hans Zach mit einem Trick. Zum Penaltyschießen nahm er Stamm-Torwart Travis Scott raus und stellte Levente Szuper in den Kasten. Doch Berlins Schützen ließen sich von diesem überraschenden Wechsel nicht beirren. Sven Felski und Denis Pedersen ließen dem kalten Szuper keine Chance.

Und die Scorpions, für die nur Ben Cottreau traf, bewiesen wieder einmal, dass sie Penaltyschießen in dieser Saison nicht können. Das 2:3 gestern war die neunte Pleite bei elf Versuchen. Zuletzt hatte Hannover gegen Frankfurt am Dienstag das Nachsehen gehabt. „Penaltyschießen müssen wir abschaffen. Oder wir müssen zwei Torhüter reinstellen“, nahm es Zach nach dem Spiel mit Humor. Doppelt ärgerlich: Mit der Pleite riss auch die Scorpions-Serie in Berlin. Hannover war zuvor als „einzige Mannschaft der Welt“ (Zach) nach drei Spielen noch ungeschlagen in der neuen Arena gewesen.

Die Scorpions starteten entsprechend in die Partie, um an der Serie zu arbeiten. Nach nur 1:39 Minuten brachte Thomas Dolak Hannover in Führung. Die Vorarbeit kam – mal wieder – von Tore Vikingstad. Der Scorpions-Jubel war gerade verklungen, da zappelte der Puck im Kasten von Scott (1:59). T. J. Mulock hatte keine Schwierigkeiten im Nachschuss, nachdem Scott den Eisbären-Angriff mit einer Unaufmerksamkeit überhaupt erst eingeleitet hatte. Beim zweiten Gegentreffer sah Scott wieder schlecht aus. Diesmal stolperte er über seine eigenen Schlittschuhe und kam zu spät – Richie Regehr (16.) traf.

Aber die Scorpions gaben nicht auf. Im zweiten und dritten Abschnitt waren sie sogar besser. Die Belohnung: der Ausgleich durch Adam Mitchell in der 54. Minute. Der überragende Eisbären-Torwart Kevin Nastiuk fischte sich zwar den Puck, aber der Videobeweis überführte ihn: Die Scheibe war hinter der Linie. Ein Punkt war gerettet – mehr aber auch nicht. „Sehr gut“, meinte Siegtorschütze Pedersen nach dem gebrochenen Scor¬pions-Fluch, „jetzt haben sie nichts mehr, womit sie uns ärgern können.“

sl/cv


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