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Hier jubelt Wolfsburg: Kai Hospelt (nicht im Bild) hat in letzter Sekunde das 1:1 erzielt – die Grizzly-Adams-Spieler drehen jubelnd ab, die Scorpions-Profis können es nicht fassen.© zur Nieden

Eishockey

Scorpions verpassen Direkteinzug in DEL-Viertelfinale

Spannung pur vor dem Vorrundenabschluss in der Deutschen Eishockey-Liga: Erst am Sonntag entscheidet sich das Rennen um drei direkte Qualifikationsplätze für das Playoff-Viertelfinale. Die Hannover Scorpions verpassten am Freitag die Chance, das Weiterkommen schon perfekt zu machen.

 

Hannover. Was für eine Dramatik! Eine Sekunde vor Spielende klaute Wolfsburgs Nationalspieler Kai Hospelt den Scorpions die schon sicher geglaubte direkte Qualifikation für die Viertelfinal-Play-offs. 1:2 (0:0, 1:0, 0:1) unterlagen die Hannoveraner den Grizzlys und brauchen jetzt zumindest theoretisch noch einen Punkt im morgigen letzten DEL-Vorrundenspiel beim ERC Ingolstadt - Nürnberg, Ingolstadt und Düsseldorf könnten sonst noch an ihnen vorbeiziehen.

 

7096 Zuschauer fiel glatt der Unterkiefer runter, als die Wolfsburger so knapp vor dem Ende aus dem Gewühl heraus noch das 1:1 schafften und eine Verlängerung erzwangen. Allerdings bleibt einzuräumen: Der Ausgleich war mehr als verdient für den EHC, der im Schlussdrittel das Zach-Team schwer unter Druck gesetzt hatte. Bitter war eben nur der Schlussakkord!

 

Über die 60 Minuten sahen die Fans eine Klasse-Partie, die absolutes Play-off-Format hatte. Torchancen en masse auf beiden Seiten und bei den Scorpions mit Travis Scott ein Torwart, der wieder einen Sahnetag erwischt hatte. Immer wieder ließ er die Grizzlys verzweifeln. Bei einer Strafzeit für EHC-Kapitän Blake Sloan dann die Führung, als Aris Brimanis aus dem Halbfeld abzog und zum 1:0 einlochte – sein achtes Tor. Hannover setzte nach, doch auch Dshunussow im EHC-Kasten war ein Teufelskerl.

 

Das bittere Ende hatten die Scorpions freilich nicht verdient. Hospelt verwandelte den ersten Wolfsburger Pe­nalty, nachdem er zuvor bei 6-4-Überzahl den Puck zum 1:1 hinter Scott reingewürgt hatte. Adam Mitchell, Chris Herperger und Tino Boos versemmelten letztlich ihre Penaltys.

„Das 1:1 war natürlich ein Nackenschlag“, blieb Zach gefasst, „wir sind für die ersten sechs Plätze noch nicht qualifiziert, jetzt wirds in Ingolstadt hart.“ Trainerkollege Toni Krinner, der Zach in Hannover ablösen wird: „Ein superspannendes Derby, ich bin sehr glücklich, dass wir mindestens Platz drei erreicht haben.“


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