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Kollektiver Jubel: Die Scorpions haben den Einzug ins Finale geschafft.© dpa

DEL

Scorpions nach Zittersieg im DEL-Finale

Sascha Goc hat die Hannover Scorpions zum ersten Mal in ihrer Geschichte ins Finale um die deutsche Eishockey- Meisterschaft geschossen. Der Verteidiger erzielte am Dienstagabend in der zweiten Minute der Verlängerung das entscheidende Tor zum 5:4 (1:2, 2:2, 1:0) im dritten Halbfinale gegen den ERC Ingolstadt.

Von Simon Lange

Hannover. Was für ein turbulentes Finish im dritten Halbfinale, was für ein Wahnsinn. Und was für ein Happy End für die Scorpions: Ein Hammer-Tor von Sascha Goc nach 1:37 Minuten in der Verlängerung bringt Hannover ins Endspiel um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. Der Abwehrchef der Scor­pions verschafft sich selbst sein schönstes Geschenk zum heutigen 31. Geburtstag. Erst drei Minuten vor Schluss rettete ein Glückstor von Chris Herperger den Scorpions überhaupt die Verlängerung – 4:4! Zu viel für die Nerven einiger Fans und Greg Thomson. Der ERC-Trainer legte sich mit Zuschauern hinter seiner Bande an: Bierspritzer, Motzattacken auf beiden Seiten. Ordner und Polizei mussten sogar einen pöbelnden ERC-Anhänger abführen.

Durchschnaufen, Verlängerung. Dann die Erlösung durch Sascha Goc. „Oh, wie ist das schön“, stimmten die Fans in der TUI-Arena an. „Geschichte schreiben“, hatten sie auf einem Plakat von ihren Jungs gefordert. Die Scorpions verwandelten die Vorlage.

Dabei hatte schon alles nach einer Pleite ausgesehen. Der Spielbeginn: genau so, wie es die Scor­pions unbedingt vermeiden wollten. Die Parallelen zur dritten Partie der Viertelfinalserie gegen Nürnberg, als Hannover mit 2:5 untergegangen war: verblüffend. Trainer Hans Zach hatte gewarnt: „Nürnberg sollte uns eine Lehre sein.“ Wars aber offenbar nicht, zumindest nicht bis zur 30. Minute. Joe Motzko sorgte in Überzahl bereits nach fünf Minuten für die erste Führung. Seinen Pfostenabpraller beförderte Scorpions-Goalie Travis Scott unglücklich mit dem Schoner ins eigene Tor. Die Scor­pions-Antwort kam prompt. 49 Sekunden später sorgte Klaus Kathan für den Ausgleich. Doch Ingolstadt, ausnahmsweise medizinisch betreut von Ex-96-Doc Wego Kregehr, wehrte sich mit allen Kräften gegen den drohenden Urlaub und zwang Hannover zu Fehlern. Carl Corazzini bedankte sich und verlud Scott kurz vor der Pausensirene (20.). Im zweiten Drittel legte der Gast nach und war nach Toren von Jakub Ficenec (29.) und kurz darauf erneut Corazzini mit dem Treffer zum 1:4 schon auf dem sicheren Weg zu einem zweiten Heimspiel am Freitag. Der große Unterschied zum Nürnberg-Auftritt: Hannover kam zurück und drehte das Spiel - zum Entzücken der Fans.


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