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Marco Stichnoth mit Tomas Martinec.

Marco Stichnoth mit Tomas Martinec.© Florian Petrow

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Eishockey

Scorpions holen Martinec als neuen Trainer

Das Wichtigste für alle Scorpions-Fans vorweg: Es geht weiter. Trotz aller Gerüchte. Der Eishockey-Oberligist präsentierte am Dienstag nicht nur mit Tomas Martinec einen neuen Trainer, auch in wirtschaftlicher Hinsicht gabs beruhigende Neuigkeiten.

Langenhagen. Die Scorpions stellen sich breiter auf. Das Gesellschafter-Duo Marco Stichnoth und Kay Uplegger freut sich über ein neues Quintett, das die beiden unterstützt. Die Scorpions GmbH wurde zu einer GmbH & Co. KG umgewandelt. „So sind wir für die Zukunft finanziell gut aufgestellt und hoffen, dass es ewig dauern wird“, so Uplegger.

Nach dem Trainer-Abgang von Scorpions-Legende Lenny Soccio war sportlich ein großes Loch entstanden. Stichnoth füllte es mit Ex-Profi Martinec - Vertrag bis 2017. „Ein langjähriger Haudegen in der DEL“, sagt Stichnoth, „ich war immer genervt, wenn die Scorpions gegen ihn spielen mussten.“

Der Tscheche steht für körperbetontes Eishockey. „Kondition, Fitness, Disziplin und Respekt“, zählt er auf und verlangt von seinen Spielern das, „was mich früher auszeichnete“. Die Hauptaufgabe des 40-Jährigen: „Viele junge Spieler zu entwickeln.“ Die können sich schonmal drauf einstellen, was auf sie zukommt: „Arbeit, Eishockey - und ein bisschen Familie“, umriss Martinec die Prioritäten.

Bei der Frage nach seiner jüngsten Vergangenheit geriet er jedoch ins Eiern. Martinec war erst Mitte Mai als hauptamtlicher Nachwuchscoach beim EHC Freiburg vorgestellt worden. Schnell wurde klar: Die Chemie stimmte nicht. Martinec ließ den Vertrag auflösen, um das Angebot der Scorpions anzunehmen. „So eine Möglichkeit muss man nutzen“, begründete er knapp.

Stichnoth bleibt derweil Geschäftsführer, tritt aber mehr und mehr die sportlichen Aufgaben ab. Neuer Manager für Sport ist Ex-DEL-Profi Andrei Strakhov - Zweijahresvertrag. Zehn Spieler haben bestehende Verträge. Jan Hemmes beendet seine Karrriere. Ob Andreas Morczinietz weitermacht, ist offen.

Sportlich soll es nach der durchwachsenen letzten Saison (Play-off-Aus in der ersten Runde) wieder weiter nach oben gehen. Den Aufstieg in die DEL 2 nehmen sich die Scor-pions nicht zum kurzfristigen Ziel, „aber wenn wir die Möglichkeit dazu haben, müssen wir sehen, ob es wirtschaftlich passt“, erklärt Stichnoth.

Die 16 Teams umfassende Oberliga Nord beginnt Ende September (gestern begann der Kartenvorverkauf), Ende August bittet Martinec zum Eis-Training. Vier Tests stehen fest: zwei Derbys am 3. und 4. September gegen die ESC Wedemark Scorpions, zwei Spiele am 17. und 18. September gegen das neue Soccio-Team ECC Preussen Berlin.


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