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KRABBELSTUNDE: Scorpions-Stürmer Ben Cottreau (vorn) kämpft sich allein durch die Berliner Abwehr.

KRABBELSTUNDE: Scorpions-Stürmer Ben Cottreau (vorn) kämpft sich allein durch die Berliner Abwehr.© zur Nieden

Am Donnerstag kommt Nürnberg

Scorpions haben noch genügend Power

Lieber kein Penalty mehr wie beim tollen 3:4 nach Penaltyschießen gegen Meister Eisbären Berlin am Dienstag. Am Donnerstag gegen Nürnberg wollen die Scorpions regulär siegen. 

VON SIMON LANGE

HANNOVER. Scorpions-Trainer Hans Zach war nach dem Spiel am Dienstag gegen Berlin zum Scherzen aufgelegt. Als Eisbären-Coach Don Jackson (53) zur Pressekonferenz aufs Podest stolperte und sich beinahe langmachte, rief Zach (60) auf Englisch hinterher: „Be care­ful, I’m the old man (,Vorsichtig. Ich bin doch der alte Mann’).

Die gute Laune war begründet. Zachs Mannschaft hatte gegen den DEL-Meister eine großartige Leistung gezeigt. Berlins „technisches Übergewicht“ machten die Scorpions „mit Kampfgeist wett“, so Zach. Auch wenn das 3:4 nach Penaltyschießen in der Statistik als Niederlage gewertet wird – der eine Punkt, der den Scor­pions bleibt, ist ein gewonnener. „Lieber einen Punkt als gar keinen“, findet Thomas Dolak, Torschütze zum 3:3 im dritten Drittel. „Aber man ärgert sich schon, wir hatten noch genug Chancen zum Sieg“, meint der Stürmer.

Im Penaltyschießen ging dann nichts mehr – wie fast immer in dieser Saison. In sieben von acht Fällen zogen die Scorpions im entscheidenden Schießen den Kürzeren. Nur gegen Wolfsburg beim 2:1 Ende Oktober hatte es geklappt. Dolak hat „keine Erklärung“. Pech oder eine echte Schwäche? „Wir haben eigentlich gute Penaltyschützen und trainieren das auch. Es ist nicht einfach. Beim Fußball gibts ein riesiges Tor. Beim Eishockey muss man sehr platziert schießen oder den Torhüter sehr gut versetzen.“

Am Donnerstag gegen Nürnberg (19.30 Uhr, TUI-Arena, auch live bei Sky) „sollten wir es schon nach regulärer Spielzeit machen“, sagt Dolak. Mit einem Sieg würde Hannover (74 Punkte, zwei Spiele weniger) in der Tabelle an den zuletzt dreimal sieglosen Ice Tigers (75) vorbeirutschen. Dolak: „Die Punkte müssen wir holen, ein ganz wichtiges Spiel.“ Die 1:4-Heimpleite gegen Nürnberg im November sei auch noch „im Hinterkopf“.

Doch reicht die Kraft nach den Aufholjagden gegen Köln (3:2 am Sonntag) und Berlin? Immerhin ist es das fünfte Spiel in neun Tagen. „Wir sind fit. Es sind nur noch drei Spiele bis zur Olympia-Pause. Da braucht sich keiner Sorgen zu machen“, sagt Dolak. Auch Zach stellte nach dem Berlin-Spiel fest: „Wir hatten zum Schluss noch viel Power.“


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