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Jubel in Langenhagen: Die Scorpions und ihre Fans feiern den Derbysieg.© Petrow

Eishockey-Oberliga

Scorpions Derbysieger

Die Hannover Scorpions dürfen sich über den Sommer hinaus als Derbysieger fühlen: Am Sonntagabend triumphierten sie mit 2:1 über die Indians. Denen stehen nun in den Pre-Play-Offs Nachbarschaftsduelle mit den ESC Wedemark Scorpions bevor.

Langenhagen/Mellendorf. Die Hannover Scorpions gewannen am Sonntagabend in der Eishockey-Oberliga das vierte und letzte Nachbarschaftsduell der Saison gegen den EC Hannover Indians mit 2:1 (0:0, 0:1, 2:0). Erstmals war ein Derby zwischen beiden Mannschaften in der Eishalle Langenhagen nicht ausverkauft. 1232 Zuschauer sahen die Partie. 206 Plätze blieben leer, weil in etwa so viele ECH-Fans ihr Kontingent nicht abriefen.

In den ersten 20 Minuten boten beide Teams ein an Höhepunkten armes Derby. Da war schon ereignisreicher, was im Vorfeld der Partie passierte. Denn dass das Spiel überhaupt angepfiffen werden konnte, war zunächst fraglich. Wegen eines technischen Defekts in der Kühltechnik war das Eis zu warm, aus diesem Grund fielen am Morgen das Bundesliga-Spiel der Lady Scorpions sowie im weiteren Tagesverlauf der öffentliche Eislauf aus. Mittels eine Provisoriums konnte jedoch Abhilfe geschaffen und das Derby gesichert werden.

Dafür nahm die Begegnung im 2. Drittel Fahrt auf. Der ECH krönte seine bis dato beste Phase mit dem Führungstor. Branislav Pohanka behielt die Übersicht und traf zum 0:1 (24.). Nach einer halben Stunde besaß Sebastian Steller die Chance zum Ausgleich, danach vergaben Artur Grass (35.) und Brian Gibbons (38.) jeweils mit Pfostenschüssen das 0:2 und damit eine mögliche Vorentscheidung.

Durch zwei Strafzeiten bekamen die Scorpions das Momentum wieder auf ihre Seite. Als Grass und kurz danach Robert Peleikis auf der Bank saßen, nutzten die Gastgeber die jeweiligen Überzahlspiele zu einem Doppelpack. Kyle Decoste (41.) und Chad Niddery (44.) wendeten binnen zweieinhalb Minuten das Blatt. Im weiteren Verlauf hielt Scorpions-Torhüter den Sieg fest, darunter bei einer Großchance für Grass, der somit zur tragischen Figur wurde. Und Matthis zum gefeierten Helden.

Tore: 0:1 (23:22) Pohanka (Baier, Ziolkowski), 1:1 (40:51) Decoste (Blank, Niddery bei 5-4), 2:1 (43:18) Niddery (Strakhov, Blank bei 5-4) - Strafminuten: Scorpions 16, Indians 20 – Schiedsrichter: Gregor Brodnicki

Die Nachbarschaftsduelle mit den Hannover Indians in den Pre-Play-offs der Oberliga rücken für die ESC Wedemark Scorpions immer näher. Seit gestern Abend steht fest, dass die Mannschaft von Trainer Dieter Reiss die Meisterrunde auf dem achten und letzten Tabellenplatz beenden wird und somit ab dem 10. März auf den Ersten der Qualifikationsrunde trifft. Die Wedemärker unterlagen im heimischen Icehouse den vor ihnen liegenden Icefighters Leipzig, die sie nach dem 4:7 (1:1, 2:1, 1:5) nun in den verbleibenden drei Partien nicht mehr überholen können. Vor 502 Zuschauern in Mellendorf lag der ESC nach Treffern von Charlie Adams (19., 45.) und Michael Budd (25., 31.) zunächst mit 3:1 und bis zur 48. Minute noch mit 4:3 in Führung. Danach drehten die Leipziger jedoch noch einmal auf und trafen viermal in Folge zur Entscheidung. Adams (59.) konnte für den ESC nur noch verkürzen.

Von Stephan Hartung und Dirk Herrmann


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