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Schlagkräftig: Andy Reiss von den Hannover Scorpions trifft am Mittwoch am Pferdeturm auf seinen Freund Jan Hemmes von den Indians.

Schlagkräftig: Andy Reiss von den Hannover Scorpions trifft am Mittwoch am Pferdeturm auf seinen Freund Jan Hemmes von den Indians.© zur Nieden

NP-Doppelinterview

Scorpion Reiss: "Der Pferdeturm ist eine großartige Kultstätte"

Das Doppel-Interview mit Scorpions-Verteidiger Andy Reiss und Indians-Verteidiger Jan Hemmes vor dem großen Stadtderby am Pferdeturm.

Verteidiger Andy Reiss (23) ist einziger gebürtiger Hannoveraner bei den Scorpions. Wie Jan Hemmes hat er das Eishockeyspielen am Pferdeturm bei den Indians gelernt, begann hier in der Oberliga seine Profikarriere. Verteidiger Jan Hemmes (27) ist einziger gebürtiger Hannoveraner bei den Indians. Er hat eine Saison bei den Scorpions (2001/02) gespielt, war zudem von 2004 bis 2006 als Profi in Bremerhaven Förderlizenzspieler der Scorpions. Im großen NP-Doppelinterview äußern sich beide zum Rückspiel im Eishockey-Stadtderby am Mittwoch (19.30 Uhr) am Pferdeturm. Das Hinspiel gewannen die Scorpions in der TUI-Arena mit 4:2-

Von Simon Lange und Michael Lange

Andy Reiss, was verbindet Sie mit Indian Jan Hemmes - und Sie Jan Hemmes, was verbindet Sie mit Andy Reiss?

Reiss: Ich kenne ihn, seit ich denken kann. Wir sind quasi miteinander aufgewachsen und sind gute Freunde. In Bremerhaven haben wir sogar zusammengewohnt.

Hemmes: Sehr viel. Ich habe hier im Nachwuchs mit seinem Bruder Danny zusammen gespielt, so habe ich auch Andy kennengelernt. Wir haben immer noch viel Kontakt, die beiden waren zum Beispiel im Juli auf meiner Hochzeit.

Warum ist es für Sie ein besonderes Spiel?

Reiss: Der Pferdeturm ist eine großartige Kultstätte. Die Stimmung ist immer super dort. Ich freue mich auf das Spiel. Als Verteidiger werden Jan und ich uns wahrscheinlich seltener begegnen. Aber einmal in der Ecke treffe ich ihn bestimmt. Es ist zwar nur ein Freundschaftsspiel, aber die Freundschaft wird für 60 Minuten ruhen.

Hemmes: Wenn man in Hannover aufgewachsen ist, ist es eine Riesensache für die Fans, für die Spieler, für das ganze Umfeld. Schon als ich klein war, waren die Derbys ECH damals noch gegen Wedemark Riesenspiele.

Andy Reiss – können Sie sich vorstellen, nochmal für die Indians zu spielen? Und Jan Hemmes, können Sie sich vorstellen, nochmal für die Scorpions zu spielen?

Reiss: Man soll niemals nie sagen. Zurzeit denke ich aber nicht darüber nach. Wenn sich die Situation ergibt, dann eventuell. Zum Beispiel gegen Ende meiner Karriere. Am liebsten mit meinem Bruder (Ex-Indians-Profi Danny, Anm. d. Red.) zusammen.

Hemmes: Ich denke, das Kapitel ist abgeschlossen. Man soll ja niemals nie sagen, aber es ist schon so: Ich will aus Hannover nicht wieder weg und bei den Indians bleiben, so lange es geht. Denn eigentlich bin ich Indian.

Was wünschen Sie sich für beide Vereine?

Reiss: Für die Indians, dass sie sich in der zweiten Liga etablieren. Und für uns, dass es weitergeht und wir irgendwann die Meisterschaft gewinnen.

Hemmes: Ich wünsche mir, dass wir uns in ein paar Jahren in der DEL begegnen, auf lange Sicht ist das vielleicht möglich. Dass die Scorpions verschwinden, kann man als Sportler nicht wünschen, das wünscht man keinem. Und diese Konkurrenz gehört in Hannover ja auch dazu.


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