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DARF AUF WEITERE EINSÄTZE HOFFEN: Scorpion Niki Goc (links) gehört weiter zum WM-Kader von Bundestrainer Uwe Krupp.

Eishockey-WM

Reiss verletzt, Goc bleibt im Kader

Bitter für Scorpion Andy Reiss: Der Verteidiger muss verletzungsbedingt auf die WM im eigenen Land verzichten. Bundestrainer Uwe Krupp strich ihn von der WM-Liste. Scorpions-Kollege Niki Goc steht dagegen weiter im WM-Kader.

VON SIMON LANGE

HANNOVER. Dieses Nationalmannschaftsjahr meint es nicht gut mit Andy Reiss. Für den Abwehrspieler der Hannover Scorpions kommt es ganz bitter. Im Februar bei Olympia in Vancouver nahm er noch an der Eröffnungsfeier teil, dann strich ihn Bundestrainer Uwe Krupp als überflüssigen Verteidiger aus dem Kader und schickte ihn nach Hause.

Dientstagabend nach dem letzten WM-Test gegen Kanada der zweite Hammer: Für Reiss (23) ist wieder ein Turnier vorbei, bevor es begonnen hat. Krupp verzichtet wegen einer Verletzung auf den Hannoveraner. Reiss hat Hüft- und Leistenprobleme. „Aber damit hat er schon in den Play-offs gespielt“, so Scorpions- und Zimmerkollege Niki Goc, der weiter zum Kader gehört.

Anmerken ließ sich Reiss bislang nichts. Zusammen mit Goc bildete er gegen Kanada bei der 1:4-Niederlage ein Abwehrduo. „Wir haben richtig gut gespielt“, so Goc. Von einer Verletzung nichts zu sehen. Reiss fühlte sich fit. Doch der DEB-Mannschaftsarzt befand, dass weitere Einsätze zu gefährlich seien. Mittwoch früh fuhr Reiss von Hamburg zurück nach Hannover.

Frust bei Reiss, verhaltene Freude bei Goc. „Für Andy tuts mir richtig leid“, und ihm selbst droht ein ähnliches Los wie vor einem Jahr bei der Versager-WM in der Schweiz. Auch da gehörte Goc zum 25-Mann-Kader, musste in der Vorrunde aber auf der Tribüne schmoren und kam erst als Nachrücker in der Abstiegsrunde zum Einsatz.

„Die Entscheidungen, die zum Schluss fallen, sind die härtesten“, gestand Krupp vor der Bekanntgabe seines endgültigen 23-Mann-Kaders. Zwei Spieler, einen Verteidiger und einen Stürmer, muss er spätestens bis Donnerstagabend noch streichen, kann sie aber nach Ende der Vorrunde nachnominieren. Neben Reiss musste auch überraschend Thomas Greilinger aus Ingolstadt, immerhin DEL-Spieler des Jahres, endgültig nach Hause.

Für Goc gabs dagegen ein knappes Lob von Krupp („Gut gespielt“). Der 23-Jährige ist mit nur neun Länderspieleinsätzen einer der unerfahrensten im deutschen Team. Sein Bruder Marcel Goc (26) ist Kapitän und einzige NHL-Stammkraft der Mannschaft. Niki spielt das erste Mal mit dem Stürmer im DEB-Team. „Er spricht viel mit mir und gibt mir Tipps.“ Heute reist der DEB-Tross von Köln nach Gelsenkirchen, wo morgen das Eröffnungsspiel gegen die USA stattfindet. Niki will seinem Bruder unbedingt auf dem Eis den Rücken frei halten, statt auf der Tribüne Daumen zu drücken.


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