Navigation:

EINGEKNICKT: Scorpions-Stürmer Ben Cottreau (Mitte) nimmt in Spiel drei näheren Kontakt mit Nürnbergs Torwart Jimmy Waite auf.© zur Nieden

1:4 in Nürnberg

Knicken Hannover Scorpions ein?

Nach der 2:5-Pleite am Sonnabend in der TUI-Arena verloren die Scorpions auch Ostermontag in Nürnberg. Jetzt muss Hannover ums Play-off-Halbfinale zittern.

VON SIMON LANGE UND SIEGMUND DUNKER

NÜRNBERG/HANNOVER. Bitte nicht noch einmal, Scorpions: Die Viertelfinalserie gegen Nürnberg erinnert fatal an die Play-offs vor drei Jahren. Auch damals gabs gegen die Ice Tigers zuerst zwei mehr oder weniger überzeugende Siege. Und dann ging nicht mehr viel, Hannover verlor die Serie noch. Gibts in dieser Saison ein Déjà-vu?

Nach den beiden Siegen unter der Woche hatte Hannover schon am Sonnabend gewaltig geschwächelt. Deutlich mit 2:5 war Spiel drei verloren gegangen. „Wir waren nicht bereit für dieses Spiel“, so Torwart Travis Scott, der bei den ersten drei Gegentreffern keine glückliche Figur gemacht hatte. Niki Goc gab zu, „viel nervöser“ gewesen zu sein als vor den ersten beiden Partien. „Wir waren teilweise übermotiviert. Dann läuft gar nichts mehr zusammen.“

Hans Zach sah sein Team „nicht so konzentriert und fokussiert, wie es ein sollte“ und ahnte schon das drohende Unheil. „Um Nürnberg zu schlagen, braucht es sehr, sehr viel. Da spielt jeder gleich stark, jeder einfach, keiner will glänzen“, so der Scorpions-Trainer. „Wenn wir nicht darauf reagieren, wird es sehr schwer, die Serie zu gewinnen.“

Am Ostermontag liefs zunächst besser. Hannover, ohne den erkrankten Thomas Dolak (Magen-Darm), stand defensiv wieder sicher und hatte im Angriff die gefährlicheren Chancen. Aber Nürnbergs Torwart Patrick Ehelechner, der am Sonnabend von Jimmy Waite vertreten worden war, spielte Prellbock. Und zwei Unterzahlsituationen warfen die Scorpions aus der Bahn. Plötzlich stands 0:2. „Fünf Minuten lang haben die Schiedsrichter ins Spiel eingegriffen und das Spiel beeinflusst“, kritisierte Zach. Dann musste auch noch Tore Vikingstad angeschlagen in der Kabine bleiben.

Immerhin, kleinzukriegen waren die Scorpions nicht. Nach dem Rückstand kamen sie frisch ins dritte Drittel zurück und kämpften sich wieder ran. Chris Herperger gelang der Anschluss (46.). Doch Björn Barta und Adrian Grygiel machten für die Ice Tigers alles klar. „Es war schon zu spüren, dass Hannover sehr angespannt war“, meinte Nürnbergs Verteidiger Martin Ancicka hinterher.

Beginnt jetzt das große Zittern bei den Scorpions? Die „Best-of-five-Serie“ ist ausgeglichen. Morgen steigt das Entscheidungsspiel (19.30 Uhr) in der TUI-Arena. Heimrecht also für die Scorpions, aber Nürnberg ist psychologisch klar im Vorteil.


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.