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DAS WARS: Joe West steht in der nächsten Saison nicht mehr für die Hannover Indians an der Bande.

DAS WARS: Joe West steht in der nächsten Saison nicht mehr für die Hannover Indians an der Bande.© Petrow

Kein neuer Vertrag für Indians-Trainer

Joe West macht den Abflug

Was die NP schon am Montag vermutete, wurde am Dienstag Gewissheit: Joe West bleibt nicht länger Trainer beim Eishockey-Zweitligisten Hannover Indians.

VON MICHAEL LANGE UND PHILIPP SCHAPER

HANNOVER. Joe West sah schon Sonnabend schwarz für seine Vertragsverlängerung beim Eishockey-Zweitligisten Hannover Indians. „Mit mir hat noch keiner gesprochen“, klagte der Trainer bei der Saison-Abschlussfeier am Pferdeturm.

Montagabend wurde doch noch mit ihm gesprochen, und seit Dienstag ist klar, dass Wests Gefühl nicht getrogen hatte: „Die Hannover Indians werden die Spielzeit 2010/2011 mit einem neuen Chef an der Bande bestreiten. Joe West wird zu seiner Familie nach Kanada zurückkehren“ heißt es lapidar in einer Pressemitteilung. „Wir haben uns lange unterhalten. Jeder hat gesagt, was aus seiner Sicht gut war und was schlecht war“, präzisierte Indians-Geschäftsführer Dirk Wroblewski die Gespächsinhalte.

Die Trennung von West hatte sich abgezeichnet. Zwar hatte er „das Team nun vor dem Abstieg“ bewahrt, wie ihm in der Pressemitteilung attestiert wurde. Der Aufstiegscoach von 2009 hatte Anfang Oktober, nach nur acht Spieltagen, seinen katastrophal gestarteten Nachfolger Craig Streu abgelöst. Wests Bilanz liest sich jedoch bescheiden: 44 Spiele, 45 Punkte, 13. (vorletzter) Platz, Abstieg erst nach zwei Play-down-Runden vermieden. Das reichte nicht, um Wroblewski von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen: „Wir sind beide zu dem Schluss gekommen, dass wir etwas anderes versuchen sollten“, sagte Wroblewski.

Laut Pressemitteilung hatte der geschasste Coach, der am Dienstag nicht zu erreichen war, ein Einsehen. Zwar sei er „durch und durch Indianer und wäre eigentlich auch gerne hier geblieben“, andererseits aber „denke ich, dass ein frischer Wind und andere Ansätze für das Team und den Klub gut sind“, wird er dort zitiert.

Als Nachfolger stehen mehrere Kandidaten in der Schlange, Wroblewski will bis nächste Woche entscheiden. Ein Anwärter ist der ehemalige Scorpions-Kotrainer und -Profi Jari Pasanen. Der Finne sei aber „kein Favorit“, so Wroblewski. Geplant ist offenbar auch die Verpflichtung zwei neuer Assistenz-Trainer mit erweiterten Kompetenzen.

Unterdessen hat sich der ECH nach NP-Informationen auch von ersten Spielern verabschiedet: Kapitän Brad Bagu, seine Verteidiger-Kollegen Josef Staltmayr und Jan Philipp Priebsch sowie Angreifer Daniel Huhn müssen sich neue Klubs suchen.


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