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Wird er zum Meistermacher? Scorpions-Trainer Hans Zach© zur Nieden

DEL

Hannover rüstet sich für Eishockey-Titel

Die Hannover Scorpions rüsten für den größten Triumph ihrer Vereinsgeschichte: In der heimischen TUI-Arena, die erstmals in dieser Saison mit 10 000 Fans ausverkauft ist, wollen die Niedersachsen an diesem Sonntag (14.30 Uhr/Sky) ihr erstes Eishockey-Meisterstück vollbringen.

Nach dem 3:2-Verlängerungssieg am Freitagabend bei den Augsburger Panthern und der 2:0-Führung im Playoff-Finale warnte Trainer Hans Zach allerdings vor verfrühter Euphorie. Der 61-Jährige erinnerte an eine leidvolle Erfahrung vor seiner ersten Meisterschaft mit der Düsseldorfer EG 1991.

Damals strömten die DEG-Fans erwartungsfroh in die Brehmstraße, um ihr Team im vierten Finale gegen Erzrivale Kölner Haie zum Titel zu treiben. „In Düsseldorf war alles gerichtet für die Meisterfeier. Wir haben 1:0 verloren und haben nach Köln gemusst. Aber dann sind wir in Köln zurückgekommen und haben 4:0 gewonnen“, berichtete Zach. Als wäre es erst gestern gewesen, nannte der Altmeister die damaligen Torschützen Mike Schmidt, Didi Hegen und Peter John Lee - noch immer alles klangvolle Namen im deutschen Eishockey.

Zach wirkte nach dem Siegtreffer durch Thomas Dolak nach nur 90 Sekunden der Verlängerung dennoch entspannt wie selten, weil er sich bislang in der Finalserie auf seine Mannschaft verlassen kann. Die Scorpions wollen im Duell der Endspiel-Debütanten unbedingt eine Rückkehr ins Curt-Frenzel-Stadion am kommenden Mittwoch verhindern. „Diesen Hexenkessel brauchen wir nicht noch einmal“, sagte Dolak.

17 Jahre nach seinem Titel-Hattrick mit Düsseldorf in der damaligen Bundesliga kann Zach sich nun als erster deutscher Meistertrainer der 1994 gegründeten Deutschen Eishockey-Liga verewigen. Der Tölzer spielte dies aber erneut herunter. „Ich kann kann auch als Vizemeister leben. Für mich spielt es keine Rolle, auch wenn man mir es wieder nicht glaubt“, beteuerte Zach.

An seine Schützlinge appellierte er jedoch, alles zu geben und den Titel zu holen. „Augsburg hat gezeigt, was für eine hervorragende Mannschaft sie sind. Wir werden ganz hart arbeiten, um alles auszuschalten und auf dem Boden zu bleiben“, kündigte Zach an. Sein Team schoss nur halb so oft auf das Tor wie die Panther, scheiterte aber insgesamt 43 Mal am überragenden Torhüter Travis Scott.

Augsburgs Trainer Larry Mitchell redete seine unglückliche Mannschaft stark, die nach dem 0:2-Rückstand erst zweieinhalb Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den verdienten Ausgleich geschafft hatte. Trotz der Erfolge über Mannheim, Titelverteidiger Berlin und Wolfsburg meinte Mitchell sogar: „Wir haben unseres bestes Spiel in den gesamten Playoffs gemacht. Es gibt keinen Grund, nicht optimistisch zu bleiben. Auch wenn das schwierig wird, glauben wir noch an unsere Chance.“ dpa


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