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Immer auf Zack: Scorpions-Trainer Hans Zach.

4:3-Sieg in Nürnberg

Hannover Scorpions vor Halbfinaleinzug

Die Hannover Scorpions benötigen in den Playoffs um die deutsche Eishockey-Meisterschaft nur noch einen Sieg zum Weiterkommen ins Halbfinale. Die Niedersachsen gewannen 4:3 bei den Nürnberg Ice Tigers und führen in ihrer Serie nun mit 2:0. Die dritte Viertelfinal-Partie wird am Samstag ausgetragen.

VON SIMON LANGE

NÜRNBERG. Auch ein Schienenbruch auf der Zugreise nach Nürnberg konnte die Scorpions auf ihrem Weg ins DEL-Halbfinale nicht aufhalten. In Würzburg mussten sie umsteigen, verloren aber nur fünf Minuten Zeit. Und auch im Play-off-Viertelfinale scheinen die Scorpions nach dem Verlängerungs-Marathon am Dienstag aufs Tempo zu drücken.

Durch das 4:3 am Donnerstag in Nürnberg führt Hannover die Serie mit 2:0-Siegen an. Schon heute (17.30 Uhr) können die Scorpions in der TUI-Arena mit dem dritten Erfolg alles klar machen.

„Das wünschen wir uns alle“, sagt Scorpions-Stürmer Klaus Kathan, der mit seinem Team nach langer Rückreise mit dem Bus erst gestern Morgen um 4.30 Uhr wieder in Hannover war. „Das wollen wir uns ersparen, da noch einmal hinzufahren“, so Kathan. Heißt im Klartext: der Best-of-five-Serie schon heute ein Ende zu bereiten.

Die Voraussetzungen sind gut. Trainer Hans Zach bescheinigt seiner Mannschaft „viel Selbstvertrauen“. „Es passt im Moment alles bei uns“, sagt Siegtorschütze Sascha Goc, mahnt aber: „Das wird das schwierigste Spiel der Saison.“
Kathan erklärt: „Du kannst noch alles verlieren, die andere Mannschaft kann dagegen befreit aufspielen. Nürnberg hat nichts mehr zu verlieren. Wir dürfen nicht locker lassen.“

Dass sie beißen können, haben die Scorpions am Donnerstag erneut bewiesen. Im zweiten Drittel an die Wand gespielt und 2:3 hinten, „haben wir uns im dritten Drittel gefunden, das war entscheidend“, sagte ein zufriedener Zach. „Der Sieg tut uns gut.“

Am Ende wussten die Scorpions aber, bei wem sie sich bedanken mussten, und die überlegenen Nürnberger hatten eine gemeinsame Ausrede für ihr Scheitern: Travis Scott. Schon im ersten Aufeinandertreffen überragend, brachte der Scorpions-Torwart die Gastgeber erneut zur Verzweiflung. „Travis hat uns mit seinen Super-Paraden im Spiel gehalten“, so Kathan. Meister-Macher Scott scheint schon in Titel-Form zu sein

In einer abwechslungsreichen Partie in Nürnberg trugen sich Tyler Mosienko (3.), Eric Chouinard (19.) und Petr Fical (29.) für die Ice Tigers in die Torschützenliste ein. Matt Dzieduszycki (7.), Sachar Blank (13.), Kathan (41.) und schließlich Sascha Goc (52.) sorgten für die Treffer der Niedersachsen.

Nürnberg und Hanonver hatten am Dienstag für die drittlängste Partie der DEL-Historie gesorgt. Auch das zweite Duell blieb lange eng. Nach dem 3:2 schienen die Franken auf der Siegerstraße. Doch die Gastgeber hatten Pech. Kathan sorgte völlig frei für das 3:3, als ihm der Puck vom gebrochenen Stock Chouinards direkt vor die Füße sprang. Sascha Goc machte in der 52. Minute den zweiten Erfolg der Scorpions perfekt.

Nürnberg Ice Tigers - Hannover Scorpions 3:4 (2:2, 1:0, 0:2)

Schiedsrichter: Reichert/Schimm (Lindau/Waldkraiburg)

Zuschauer: 7130

Tore: 1:0 Mosienko (02:57), 1:1 Dzieduszycki (06:47), 1:2 Blank (12:14), 2:2 Chouinard (18:13), 3:2 Fical (28:56), 3:3 Kathan (41:00), 3:4 Sascha Goc (51:52)

Strafminuten: 12 / 14


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