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Gemeinsam wird die defekte Eismaschine aus der Eishalle in Langenhagen geschoben.

Eishockey

Hannover Scorpions siegen bei Eismaschinen-Pleite

Eishockey-Wahnsinn an Halloween beim Scorpions-Derby. Aufgrund einer defekten Eismaschine konnte das Derby zwischen den Hannover Scorpions und den Wedemark Scorpions erst um 22.45 Uhr begonnen werden. Das Scorpions-Duell entschieden am Ende die Hannoveraner mit 9:1 für sich. Und auch die Inidians siegten: Sie fuhren den fünften Sieg in Folge ein. Mit 7:4 wurden die Crocodiles Hamburg bezwungen.

Hannover. Es war um 19.19 Uhr in der Eishalle Langenhagen ein wahrer Schreckmoment. Ein lauter Knall schallte während der Eisaufbereitung durch die Halle, die Eismaschine blieb stehen. Eine von vier Batterien in der Zamboni gab ihren Geist auf. Fieberhaftes Treiben auf dem Eis. Das Scorpions-Motto „We are family“ wurde groß geschrieben. Mit vereinten Kräften wurde das defekte Fahrzeug vom Eis geschoben. Nach einem Telefonat der beiden Bosse Marco Stichnoth und Jochen Haselbacher stellten die Mellendorfer die Eismaschine aus dem Icehouse zur Verfügung.

Nächster Schreck: Diese passte nicht auf den bereitgestellten Tieflader. Große Erleichterung, als um 21.53 Uhr der zweite Tieflader die Ersatz-Zamboni in Langenhagen ablieferte. 700 hartgesottene Fans bewiesen bis zu diesem Zeitpunkt große Geduld. Doch das Warten sollte sich bezahlt machen. Die Fans sahen ein dominant geführtes Spiel der Hannover Scorpions, welches sie mit 9:1 für klar für sich entschieden. Die Tore gegen die namensgleiche Mannschaft aus der Wedemark erzielten Andreas Morczinietz (drei Tore), Phil Hungerecker (zwei Tore), Britt Ouelette, Robin Marek, Jeffrey Keller und Sebastian Lehmann.

Ein paar Kilometer stadteinwärts bauten die Hannover Indians ihre Erfolgsserie weiter aus. Die 2467 Zuschauer sahen einen furiosen Auftakt. Bereits nach 58 Sekunden traf Karan Moallim. Nur 48 Sekunden später der Ausgleich der Hanseaten.

Danach die Indians spielbestimmend, was sich auch auf der Anzeigetafel niederschlug. André Gerartz (13.) und Nick Anderson (14.) brachten ihr Team wieder in Führung. Spannung im Mittelabschnitt. Die Crocodiles konnten zur Mitte der Partie verkürzen, doch 21 Sekunden vor dem Pausentee stellte Artur Grass (40.) den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her.

Ein Doppelschlag innerhalb von nur 59 Sekunden sorgte zu Beginn des Schussabschnittes für die Vorentscheidung. Grass (42.) und Gerartz (43.) trafen zum jeweils zweiten Male. Zwar kamen die Gäste durch zwei Treffer noch einmal ins Spiel zurück, doch der dritte Treffer vom überragenden Gerartz (56.) beseitigte die letzten Zweifel am Erfolg der Indians.

von Jens Wilke


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