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BESTER SCORPION: Ben Cottreau war gestern mit einem Tor (hier das 1:0 gegen Hamburg-Goalie Jean-Marc Pelletier) und zwei Vorlagen der Mann der Spiels.© zur Nieden

4:2 in der TUI-Arena

Hannover Scorpions schultern Freezers

Der erste Dreier seit einem Monat: Die Hannover Scorpions gewannen am Sonntag vor 6695 Zuschauern ihr DEL-Spiel mit 4:2 gegen Hamburg. Stürmer Ben Cottreau glänzte mit einem Tor und zwei Vorlagen.

VON SIMON LANGE

HANNOVER. So richtig sollte es nicht klappen mit der La-Ola in der TUI-Arena. Drei Minuten vor Ende setzten die Scorpions-Fans das erste Mal zur Welle an. Sie schwappte aber nicht auf das Restpublikum über. Eine Minute später schien der zweite Versuch erfolgreich zu sein, doch die Woge verlor sich im kollektiven Jubel, als Scorpions-Stürmer Adam Mitchell zum 4:1 gegen Hamburg in die Maschen traf.

Der erste Dreier seit genau einem Monat war perfekt. Sieger nach 60 Minuten war Hannover zuletzt am 7. Februar beim 3:2 gegen Kölner gewesen. Gestern wars ein Pflichtsieg im Kampf um die Play-off-Plätze. „Dieses Spiel mussten wir gewinnen“, sagte Jubilar Patrick Köppchen. Der Verteidiger wurde vor der Partie für seinen 500. DEL-Einsatz geehrt. „Schön, aber der Sieg war wichtiger“, so Köppchen knapp. „Für uns wars gut, mit vier Reihen spielen zu können,“ fand Trainer Hans Zach, „auch die psychische Belastung war so auf mehrere Schultern verteilt.“

Ein Mann schulterte die Freezers fast alleine: Ben Cottreau. Der Stürmer erzielte das 1:0 und lieferte die Vorlagen zum 3:1 und 4:1. Nach dem Spiel gab sich der Kanadier verschüchtert. Die Kollegen mussten ihn zweimal bitten, zur Feier-Zeremonie zu fahren, als die Fans seinen Namen riefen. Im Spiel hatte sich Cottreau dagegen abgebrüht gezeigt.

Vorm Führungstor im ersten Drittel war ihm der Puck nach dem abgefälschten Schlagschuss von Sascha Goc vor die Füße gefallen. Cottreau schoss die Scheibe direkt am machtlosen Jean-Marc Pelletier vorbei ins Hamburger Tor (9.).

Drei Minuten vor Drittelende jubelte Hannover erneut. Schiedsrichter Daniel Piechaczek entschied aber nach Videobeweis, dass das Tor per Hand von einem Scorpions-Spieler vorgelegt wurde, also irregulär war. Im Gegenzug erzielte Peter Ratchuk den Ausgleich. Doch die vorherige Szene ließ Zach keine Ruhe. In der Pause kam er extra noch einmal aus der Kabine, um sich selbst das Video anzuschauen. „Der Schiedsrichter hat Recht gehabt“, so Zach hinterher.

Seine Scorpions waren ohnehin nicht auf den Treffer angewiesen. Hamburgs Trainer Paul Gardner analysierte: „Wir hatten viele Scheibenverluste, Hannover hat das zu seinem Vorteil ausgenutzt.“


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