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Der Jubel ist groß: Nikolaus Mondt nach dem 2:0© Ulrich zur Nieden

Eishockey

Hannover Scorpions machen ersten Schritt zum Meisterpokal

Noch zwei Siege bis zur ersten Meisterschaft für die Hannover Scorpions: Im ersten Spiel der Finalserie gabs gestern ein hart umkämpftes 3:1 gegen Augsburg.

VON TIM BUCHARDT

HANNOVER. Vielleicht sollte Scorpions-Trainer Hans Zach sein Fahrrad schon mal klarmachen. Seit gestern fehlen noch zwei Siege – und dann muss der Bayer seine Ankündigung wahrmachen und mit dem Rad von Hannover nach Bad Tölz fahren.
Auch weil seine Jungs mal wieder ein erstes Turbo-Drittel hinlegten. Wie schon im Halbfinale gegen Ingolstadt starteten die Gastgeber im Eiltempo, wollten mit Volldampf schon frühzeitig klar machen: „Meister werden wir. Sonst niemand.“

Die Scorpions unter Strom und mit Torschüssen im Sekundentakt. Und die 7596 Fans schon Mitte des ersten Drittels in Partystimmung. Augsburgs Torwart Dennis Endras unter Dauerfeuer – und mit einer bärenstarken Leistung. Augsburg mittellos gegen die Spaßfraktion der Scorpions. Vor allem Sascha Goc und Chris Herperger spielten kurz vor Drittelende Ping-Pong mit den Augsburgern. Nur Connor James spielte nicht mit, er prüfte als einziger Panther Travis Scott ernsthaft.

Wesentlich gewissenhafter die Augsburger Bemühungen im Mittelabschnitt: Brett Engelhardt allein vor Scott – und Darin Olver mit einem Pfostenknaller. Der beste Schuss gelang aber den Scorpions: Harter Rückhandpass von Herperger, Matt Dzieduszycki hält wie schon so oft in der Saison die Kelle hin – 1:0 (38.).

Die Führung der Scorpions verdient, auch weil sie extrem diszipliniert spielten. Die einzige Strafe gabs erst nach 45 Minuten. Und auch diese zwei Zitterminuten überstanden die Scorpions, weil sie Travis Scott haben. Der Kanadier fischte gestern auch die fast Unhaltbaren raus.

Wertvoll auch die vierte Reihe: im Forechecking klasse und extrem torgefährlich. Niki Mondts Pass verlängerte Martin Hlinka zum 2:0 (51.). Die Entscheidung? Leider nicht, James hatte was dagegen. Leichtfüßig spazierte der Augsburger durch die Scorpions-Abwehr und lupfte ein – nur noch 2:1 (53.). Für Panther-Trainer Larry Mitchell war klar: „Zwei Abwehrfehler von uns haben das Spiel entschieden.“

Die anschließende Sturm-und-Drang-Zeit der Augsburger richtete keine nachhaltigen Schäden mehr an, weil die Scorpions Travis Scott im Tor hatten. Und weil Endras für einen sechsten Feldspieler vom Eis ging, traf Herperger (60.) zum 3:1. Zach lobte das „hochklassige Spiel mit einem hohen Tempo“. Und warnte: „Es steht nur 1:0. Es ist noch lange nicht vorbei.“


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