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VOLLER EINSATZ HINTER DER BANDE: Greg Thomson, Trainer des ERC Ingolstadt.

VOLLER EINSATZ HINTER DER BANDE: Greg Thomson, Trainer des ERC Ingolstadt.© zur Nieden

Ingolstadts Trainer im NP-Interview

Greg Thomson: "Gegen Hannover zu spielen, ist schon was Besonderes"

Ex-Indians-Trainer Greg Thomson (46) trainiert den Halbfinalgegner der Hannover Scorpions. Das NP-Interview mit Ingolstadts Coach.

VON TIM BURCHARDT

Herr Thomson, Ihre Spieler lassen sich alle den Play-off-Bart wachsen. Sie auch?

(lacht) Ich nicht, steht mir nicht.

Ist der Halbfinaleinzug des ERC für Sie überraschend?

Nicht unbedingt, der Punkteabstand zwischen den Teams war nach Ende der Hauptrunde abgesehen von Berlin sehr gering. Jeder konnte jeden schlagen – bis auf Berlin. Deshalb bin ich überrascht, dass Augsburg Berlin geschlagen hat.

Ist Augsburg deshalb auch Favorit für den Titel?

Es ist gut für die DEL, dass diese vier Teams im Halbfinale stehen. Das macht Spaß. Über die Saison gesehen hat Wolfsburg von den vier Teams, die noch dabei sind, das beste Eishockey gespielt. Aber jedes der vier kann Meister werden.

Wo liegen die Stärken Ihrer Mannschaft?

Wir hatten während der Saison das Problem, dass wir nicht konstant genug waren. Wir haben viele Tore geschossen, aber in der Abwehr wars nicht so, wie es sein sollte. Zum Schluss der Serie haben wir uns stabilisiert. Gegen Frankfurt (im Viertelfinale, d. Red.) waren wir auf jeden Fall die bessere Mannschaft.

Wie ist die Stimmung in Ingolstadt, schon zufrieden mit dem Halbfinale?

Wir sind stolz auf das Erreichte. Aber kein Sportler ist mit dem Halbfinale zufrieden.

Als Kultfigur der Indians mussten Sie 2006 in Hannover als Trainer aufhören. Eine Genugtuung, als erfolgreicher Trainer nach Hannover zu kommen?

Ich habe dort fünf Jahre gut gearbeitet. Zum Schluss wars einfach Zeit für einen Wechsel. Es war das Beste, was mir passieren konnte. Gegen Hannover zu spielen, ist schon was Besonderes, ich wohne da seit 25 Jahren.

Stichwort Scorpions. Was macht sie so stark?

Sie spielen sehr diszipliniert, lassen bei fünf gegen fünf nicht viele Chancen zu. Sie sind eine sehr kompakte Mannschaft. Und Travis Scott ist ein Super-Torwart.

Aber Sie haben Dimitri Pätzold, der in Hannover im Vorjahr eine tolle Saison hatte.

(lacht) Gut das wir ihn jetzt bei uns haben, oder?

Hat er Ihnen Tipps gegeben?

Wir haben uns über Hannover unterhalten. Aber das kann auch ein Nachteil sein. Denn die Scorpions kennen die Stärken und Schwächen von Dimi. Aber wenn wir die Scheibe schnell laufen lassen, schnell aufs Tor ziehen, haben wir eine Chance.

Wie gehts für Sie weiter? Die Situation in Ingolstadt ist noch nicht geklärt.

Das besprechen wir nach der Saison. Ich konzentriere mich jetzt nur aufs Eishockey.

Wer kommt ins Finale: Ingolstadt oder Hannover?

(überlegt lange) Es wird eine enge Serie.


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