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Andy Reiss am Dienstag mit Bruder Danny bei der NP-Sportgala. Da unterschrieb er auch den Vertrag beim ESC.© Petrow

Wedemark

Eishockey: Andy Reiss wieder ein Scorpion

Vor einigen Monaten kämpfte Andy Reiss (30) noch mit den Grizzlys Wolfsburg im DEL-Finale um den Meistertitel, ab kommender Woche geht’s mit den ESC Wedemark Scorpions in der Oberliga um gute Play-off-Plätze. Wechsel zum 1. Februar – ein Eishockey-Hammer für Hannover.

Hannover. Für den Verteidiger ist es die Rückkehr zu alten Wurzeln: In Hannover geboren, in Hannover das Eishockeyspielen gelernt, 2010 mit den Hannover Scorpions deutscher Meister geworden. Nun also der ESC Wedemark, der im Sommer mit dem zweiten Scorpions-Team aus Langenhagen fusionieren und wieder Hannover Scorpions heißen wird. Sein neuer Trainer: Onkel Dieter Reiss. Der DEL-Profi und der ESC – das passt einfach! „Meine Heimat! Ich kann mich glücklich schätzen, dass sie so viel Herzblut reingelegt haben, um mich zu holen“, sagt der Neue.

Dabei hatte Reiss Angebote aus der ersten Liga, zuletzt wollten ihn die Krefeld Pinguine verpflichten. Mehrere Zweitligisten waren ebenfalls interessiert. Doch er wollte zurück in die Heimat.

„Das hannoversche Eishockey steht nicht gerade gut da, ich möchte dabei helfen, dass es wieder bergauf geht. Beweisen, dass ich noch Bock habe, spielen will und spielen kann, und dass ich Herz habe. Ich tue alles, um dem Team zu helfen.“ Ebenfalls ein Argument: Ende November wurde Tochter Amy geboren. „Da wollte ich nicht für zwei Monate weit weg wechseln.“

Weil die Grizzlys Reiss zuletzt freigestellt hatten, hielt er sich in Hannover fit und trainierte auch beim ESC mit. „Er ist technisch und läuferisch so gut, eigentlich überqualifiziert für die Oberliga“, sagt Manager Eric Haselbacher, „ich mag Superlative eigentlich nicht, aber das ist mega, einen DEL-Spieler in die Oberliga holen zu können. Einfach unglaublich!“

Der Vertrag mit Reiss läuft erstmal bis Saisonende.  Haselbacher würde ihn gerne länger halten: „Klar ist es mein Ziel, ihn langfristig zu binden. Wir haben ja noch andere, größere Ziele für die Zukunft. Vielleicht mal die zweite Liga, dafür braucht man Spieler wie ihn.“

Reiss kann sich das vorstellen. „Sie haben mir das Gefühl gegeben, dass sie wieder etwas aufbauen wollen. Mal sehen, was passiert.“ Bis dahin will er Vorbild sein: „Ich habe ja genug Erfahrung, die gebe ich gerne weiter. Wenn ein junger Spieler Fragen hat, habe ich ein offenes Ohr für jeden.“

Sein erstes Spiel für den ESC macht Reiss daheim im Eisstadion Mellendorf: Am Sonntag, 5. Februar (18.30 Uhr), gegen den Herner EV.

Von Jonas Szemkus


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