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Eishockey

141 Sekunden: Scorpions holen nächsten Derby-Sieg

Die Derbys zwischen den Hannover Scorpions und den Indians haben schon viele Geschichten geschrieben – aber diese 141 Sekunden waren dann doch einzigartig und verrückt. In dieser Zeitspanne drehten die Scorpions die Partie und machten im Schlussdrittel aus einem 0:1-Rückstand eine 3:1-Führung. Am Ende behielten die Gastgeber die Oberhand und gewannen das Nachbarschaftsduell knapp mit 3:2.

Hannover. Lange Zeit schien es, als sei Indians-Torhüter Boris Ackers für die Scorpions nicht überwindbar. Der Schlussmann parierte erstklassig bei einer Doppelchance gegen Andreas Morczinietz und Igor Bacek (27.), auch sonst war er auf dem Posten gegen die Scorpions, die im ersten Drittel eine lange Anlaufzeit benötigten und mit dem von Oliver Duris erzielten 0:1 (8.) noch gut bedient waren.

Und so musste für die Scorpions mit Andreas Morczinietz der Kapitän höchstpersönlich den Puck ins leere Netz abstauben, als Ackers schon geschlagen war (43.). Die allerdings auch ersatzgeschwächten Indians verloren ab sofort den Faden, bei den Gastgebern schien nun der Knoten geplatzt zu sein. Das Team von Trainer Lenny Soccio drehte nun mächtig auf.

Mit einem noch abgefälschten Schlagschuss traf Robin Thomson zur 2:1-Führung. Daniel Lupzig, erhöhte schließlich 16 Sekunden später auf 3:1 und rundete die verrückten 141 Sekunden des dritten Drittels ab. Die Indians konnten zwar noch verkürzen, als Dennis Schütt in doppelter Überzahl zum 3:2 traf – die Scorpions verteidigten den Vorsprung jedoch bis zur Schlusssirene.

„Jeder Derbysieg ist besonders, es war heute noch intensiver als in der Vorsaison“, sagte Soccio. Sein Gegenüber Fred Carroll war mit seiner Mannschaft trotz der Niederlage zufrieden. „Kein Vorwurf an die Spieler, sie haben toll gekämpft.“ hg


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