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FREUEN SICH AUF HANNOVER:Der blinde Läufer Henry Wanyoike (rechts) aus Kenia und sein Helfer Joseph Kibunja wollen nach Rio zu den Paralympics.

FREUEN SICH AUF HANNOVER: Der blinde Läufer Henry Wanyoike (rechts) aus Kenia und sein Helfer Joseph Kibunja wollen nach Rio zu den Paralympics.© Florian Petrow

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NP Interview

Wanyoike an der Leine zu den Paralympics

Im Alter von 20 Jahren erblindete Henry Wanyoike (41) über Nacht. Das hinderte den passionierten Läufer nicht daran, einfach weiter zu flitzen. Am Sonntag startet er zum zweiten Mal beim Hannover-Marathon.

Hannover. Henry Wanyoike, willkommen zurück in Hannover! Wie fit fühlen Sie sich?

Danke, ich freue mich wieder hier zu sein. Ich fühle mich fit und gut vorbereitet. Und ich habe tolle Erinnerungen an Hannover. Die Atmosphäre, die Strecke, die jubelnden Menschen. Das war ein schönes Gefühl.

2012 waren Sie hier und haben sich für die Paralympics in London qualifiziert. Dieses Mal für Rio?

Ja, das ist mein Ziel. Dafür muss ich unter drei Stunden laufen, Aber das schaffe ich schon. Ich habe zwei Missionen hier: zum einen die Quali für Rio, zum anderen, um auf die Christoffel-Blinden-Mission Deutschland aufmerksam zu machen, für die ich Botschafter in Kenia bin. Es ist ein Geben und Nehmen. Die Mission unterstützt mich in der Heimat mit Projekten. Ich gebe etwas zurück, indem ich hier laufe und das Thema publik mache.

Sie können nicht allein laufen, haben immer Ihren Führer Joseph Kibunja an ihrer Seite. Wie läuft die Zusammenarbeit auf der Strecke?

Beim Marathon sind wir sind mit einer Leine verbunden. Joseph ist immer an meiner Seite. Er erklärt mir alles, sagt ,Mehr rechts, mehr links‘, beschreibt mir die Umgebung, wo wir langlaufen, sagt mir, wann ich schneller laufen soll. Wir sind die ganze Zeit im Dialog. Ein eingespieltes Team. Ohne Joseph läuft nichts (lacht). Wir sind auch gute Freunde.

Und wer ist der bessere Läufer von Ihnen beiden?

(lacht) Das kann man ja gar nicht so genau sagen. Wir laufen ja immer zusammen. Wir sind beide gleich stark. Und wir laufen gemeinsam ins Ziel am Sonntag.sl

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