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Hoffentlich sehen wir ihn bald wieder so: Eishockey-Trainer Fred Carroll an der Bande.

Hoffentlich sehen wir ihn bald wieder so: Eishockey-Trainer Fred Carroll an der Bande.
© Petrow

Eishockey

Wie geht es eigentlich Fred Carroll?

Er hat niemals aufgegeben: Der Ex-Trainer der Hannover Indians, Fred Caroroll, erholt sich von seiner schweren Krankheit und wartet derweil auf einen neuen Job hinter der Eishockey-Bande.

Hannover. Natürlich würde er viel lieber sehen, wie eine Zamboni-Maschine über das Eis fährt – stattdessen düst er mit seinem Rasenmäher über das satte Grün seines Grundstücks. „Bei 1200 Quadratmetern ist viel zu tun. Die Gartenarbeit macht mir Spaß. Klar ist aber auch, dass mir das Eishockey natürlich fehlt“, sagt Fred Carroll, der zur Beginn der vergangenen Saison Trainer des Oberligisten EC Hannover In­dians war, ehe ihn eine schwere Krankheit außer Gefecht setzte. Davon erholt er sich im heimischen Schöppenstedt bei Wolfenbüttel aktuell weiterhin – und hofft mittelfristig auf eine Fortsetzung seiner Trainerlaufbahn.

Der 54-Jährige befindet sich weiterhin in Behandlung. „Es ist alles im grünen Be­reich. Jedoch werde ich noch immer schnell müde“, berichtet Carroll. Stillstehen oder liegen sei nicht sein Ding. „Ich muss immer in Bewegung sein, würde gern mehr Fitness machen. In Kürze habe ich wieder einen Termin bei meinem Arzt, vielleicht erlaubt er es mir ja“, sagt der Deutsch-Kanadier. Bis dahin muss sich sein Fitnessprogramm also auf die Gartenarbeit erstrecken. Wie geht es für ihn weiter? Ein Engagement in der Region Hannover, in der es durch die Fusion von Hannover Scorpions und ESC Wedemark einen Eishockeyclub weniger gibt, ist ausgeschlossen. Der ECH besetzte als Nachfolge von Tobias Stolikowski, der als Kotrainer in die Saison gestartet war und nach Carrolls Rückzug dessen Posten als Chefcoach übernommen hatte, das Traineramt neu mit Len Soccio. Bei den Scorpions legte sich Eric Haselbacher, Sportlicher Leiter, schon bei der Verkündung der Fusion öffentlich auf Dieter Reiss als den auch in der neuen Saison tätigen Trainer fest. „Eric und ich haben uns mal ausgetauscht. Einfach nur so, völlig unverbindlich“, berichtet Carroll und widerspricht damit Spekulationen der vergangenen Wochen, wonach er ein Kandidat hätte sein können.

Konkreter war da schon ein Angebot aus Österreich, das Carroll unterbreitet wurde. „Das klang sehr interessant und wäre vom Niveau her, verglichen mit Deutschland, gute Oberliga-Spielstärke gewesen“, sagt Carroll, den die Aufgabe in der dortigen zweiten Liga in sportlicher Hinsicht zwar gereizt hätte, seine vollständige Genesung geht aber vor. „Österreich ist zu weit weg. Ich hätte mir dort wieder neue Ärzte suchen müssen. Hier habe ich alle Behandlungsmöglichkeiten mit den Leuten, denen ich vertraue, direkt vor Ort“, betont der gebürtiger Neufundländer, der noch zwei Jahre lang sein Blut bei regelmäßigen Tests überprüfen lassen muss.

„Ich habe Geduld. Wenn mich ein Verein kontaktiert, dann höre ich mir erst mal alles an“, sagt Fred Carroll. Und sollte er durch einen Telefonanruf bei der Gartenarbeit gestört werden – dagegen hätte er mit Sicherheit nichts einzuwenden.

Von Stephan Hartung


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