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Eishockey

Überraschung ist perfekt: Indians siegen in Play-offs

Die dicke Überraschung ist perfekt: Die Hannover Indians haben den Herner EV aus den Play-offs der Eishockey-Oberliga geworfen. Der ECH gewann vor 4026 Zuschauern am Pferdeturm mit 4:2 (2:0, 0:1, 2:1) und landete damit den entscheidenden dritten Sieg in der Serie gegen den Nordmeister der Vorrunde. Serienendstand: 3:1 für Hannover.

Hannover. In der zehnten Minute brachte Robby Hein die Indians mit 1:0 in Führung. Der Stürmer behielt dabei im Gewühl vor HEV-Torwart Michael Weidekamp, der wie schon am Dienstag in Spiel 3 den Vorzug vor Christian Wendler erhielt, die Übersicht und staubte zum 1:0 ab. Zwar wurde Artur Grass als Torschütze offiziell durchgegeben mit Hein als Vorlagengeber – aber der Treffer gelang in der Tat Hein.

Es war das erste Mal in der Serie gegen den Herner EV, dass der ECH das erste Tor eines Spiels erzielte. In den vorangegangen drei Partien ging das Team aus dem Ruhrgebiet jeweils mit 1:0 in Front. Und es wurde noch besser aus Sicht der Indians: Branislav Pohanka zog drei Minuten vor Drittelende vom Bullykreis geschickt zum Tor und versenkte den Puck mit der Rückhand zum 2:0.

Zwischen diesen beiden Treffern hätte es auf beiden Seiten durchaus Zählbares geben können. Tobias Schwab und Brian Gibbons konnten die Scheibe nicht im Netz unterbringen, obwohl Weidekamp jeweils schon geschlagen war. Auf der Gegenseite besaß der HEV in einem starken Powerplay Chancen auf den Ausgleich.

Apropos Powerplay: Nur mit einem Spieler mehr auf dem Eis konnten die Gäste den ECH in Verlegenheit bringen, ansonsten stand die Defensive um den wieder einsatzfähigen Armin Finkel sicher. Umso bitterer aus Sicht der leidenschaftlich agierenden Indians war, dass Schiedsrichter Carsten Lenhardt im 2. Spieldrittel von seiner Linie abwich und dem HEV mit zwei umstrittenen Entscheidungen eine 5:3-Überzahl verschaffte. Als Carsten Gosdeck und Dennis Arnold auf der Strafbank saßen, nutzten die Herner diese doppelte Überzahl zum 2:1-Anschlusstreffer. Stephan Kreuzmann traf mit einem Schlagschuss (29.).

Doch bevor der Favorit zurück ins Spiel kommen und dieses drehen konnte, schlug der ECH erneut zu. Und wie! Hein und Brian Gibbons spielten vor Wendler Doppelpass, Gibbons (43.) vollendete – Tic-Tac-Toe sagt man in der Eishockey-Sprache. Und so wurde nach Abpfiff auch ausgelassen auf dem Eis gefeiert, weil Pohanka (60.) mit einem Schuss ins leere Tor den erneuten Anschlusstreffer von Jan-Niklas Pietsch (58.) mit dem 4:2 beantwortete.

Tore: 1:0 (9:33) Hein (Grass), 2:0 (17:07) Pohanka, 2:1 (28:19) Kreuzmann bei 5-3, 3:1 (42:15) Gibbons (Hein, Gosdeck), 3:2 (56:25) Pietsch (Luft), 4:2 (59:24) Pohanka (Gosdeck bei 5-6) – Strafminuten: Indians 8, Herne 10

Stephan Hartung


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