Navigation:
BU im Foto linksbündigBU

© Sielski

Eishockey

Scorpions vs. Indians: Keine Versöhnung im Eis-Streit

Die Stimmung zwischen den Eishockey-Oberligisten Hannover Indians und Scorpions bleibt frostig.

Hannover. Indians-Manager David Sulkovsky sieht „keinen Gesprächsbedarf“; dabei soll der Sohn seines Scorpions-Kollegen Marco Stichnoth am Freitag beim Derby am Pferdeturm eine Gehirnerschütterung erlitten haben (NP berichtete). Und Marco Stichnoth sagt: „Ich werde nicht bei den Indians anrufen, ich rede mit der Polizei.“ Die soll für die Verletzung des Sohnes verantwortlich sein.

Es war kein normales Derby, doch bei den mit 3:1 siegreichen Indians spielt man die Brisanz der Begleitumstände herunter. Sulkovsky meint, es sei ein „sehr gutes“ und ein „alles in allem friedvolles Derby“ gewesen - trotz des Vorfalls mit Stichnoths Sohn. Dass er den Konflikt zwischen den beiden Vereinen so noch verschärft, nimmt Sulkovsky in Kauf: „Wir wachsen dadurch nicht gerade zusammen“, gesteht er ein.

Sulkovskys Eindruck vom „sehr guten Derby“ widerspricht nicht nur Stichnoth („Das ist nicht mehr normal“), sondern auch die Polizei: „Die Atmosphäre auf dem Eis und zwischen den Zuschauern war aufgeheizt“, sagt Sprecher Sören Zimbal.

Zwei Indians-Fans hätten zudem gegen Gesetze verstoßen (Beleidigung, Körperverletzung), ein weiterer ECH-Anhänger habe verbotenerweise ein Messer mit zum Spiel gebracht. Und Zimbal bestätigte, dass es einen Vorfall um Stichnoths Sohn gegeben hat: „Ein 21-Jähriger hat sich einer polizeilichen Maßnahme widersetzt“, so Zimbal - und musste „zu Boden gebracht“ werden. Dabei soll sich der junge Mann „leichte Verletzungen im Gesicht zugezogen haben“.

Das klingt, als stünde dem ohnehin schwierigen Verhältnis der beiden Clubs eine neue Eiszeit bevor. Immerhin: In Bezug auf die Angelegenheit mit seinem Sohn sagt Stichnoth: „Die Indians haben sich nichts zu Schulden kommen lassen.“ Eine echte Versöhnung ist das aber nicht. Stichnoth findets „komisch“, dass die Indians bezweifeln, dass er am Rand des Derbys angegriffen worden sei. Er schätzt das Verhältnis zu Ex-Scorpion Sulkovsky als „schwierig“ ein. Und: An eine enge Freundschaft beider Vereine glaubt er auch nicht: „Das wird es in tausend Jahren nicht geben.“

Das nächste Derby zwischen den Konkurrenten aber kommt bestimmt: Es findet am 12. Februar um 19.30 Uhr in der Eishalle Langenhagen statt.

Tobias Welz


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Anzeige