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HAUSSEGEN HÄNGT SCHIEF: Die Indianer vom Pferdeturm haben den Stadionsprecher rausgeschmissen. Nach 20 Jahren.Foto: Sielski

HAUSSEGEN HÄNGT SCHIEF: Die Indianer vom Pferdeturm haben den Stadionsprecher rausgeschmissen. Nach 20 Jahren.© sp / Sielski

Eishockey

Pöbeleien! Indians feuern Stadionsprecher

Freitag steht für die Hannover Indians wieder ein Heimspiel in der Eishockey-Oberliga an. Wen die ECH-Fans als Gegner sehen werden, ist klar: FASS Berlin. Wen sie hören werden, jedoch nicht. Die Indians haben Stadionsprecher Torsten „Toddy“ Barton rausgeworfen.

Hannover. Barton hatte Sonnabendmorgen nach der 1:2-Heimpleite gegen Rostock auf der Facebook-Seite der Indians scharfe Kritik an der Geschäftsführung und an Teilen der Mannschaft geäußert. Dabei hatte er ihnen Unfähigkeit vorgeworfen, außerdem von „Hilflosigkeit“ und „Katastrophe am Pferdeturm“ geschrieben, die Ablösung der Verantwortlichen gefordert. Die Indians reagierten nun - Kündigung. „Wir hatten keine andere Wahl“, sagt Geschäftsführer David Sulkovsky, „so lassen wir nicht mit uns umgehen. Das lassen wir uns nicht bieten.“

Die Frage nun: Wer übernimmt? Laut Sulkovsky gibt es „zwei, drei Kandidaten“. Fix ist noch nichts. Rund um den Pferdeturm wird Stefan Wenck gehandelt. Das würde deswegen naheliegen, weil Wenck Moderator bei Radio Hannover ist. - dem Medienpartner der Indians. Außerdem hat Wenck Erfahrung als Stadionsprecher. Das Problem: Er war das über viele Jahre bei den Hannover Scorpions, dem Lieblingsfeind der Indianer. „Ich hätte auf jeden Fall Bock, Sprecher am Pferdeturm zu werden“, sagt Wenck, „jedoch weiß ich, dass es während der Spiele Gesänge gegen mich geben würde - dafür habe ich nicht die Kraft und werde es daher nicht machen.“ Absage Nummer eins!

Ein weiterer Kandidat als Barton-Nachfolger ist Torsten Gadegast. Er hat ebenfalls Medienerfahrung, fungierte in der Vergangenheit nicht nur beim Eishockey als Stadionsprecher. „Mit mir hat noch niemand gesprochen“, sagt Gadegast. Und freitags sei er ohnehin privat verhindert. Mal sehen, ob er die Termine verlegen kann ...

So oder so: Der Nachfolger wird in große Fußstapfen treten. Mehr als 20 Jahre war Barton die Stimme des Pferdeturms und hatte bei den Fans Kultstatus. „Und dieses Tor feiern wir noch einmal mit einem dreifachen Hannover - Indians!“ Das gibt’s bald nicht mehr zu hören am Turm. Oder zumindest mit ungewohnter Stimme.

von Stephan Hartung


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