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SIEHTS AM FREITAG AUCH SO AUS? Die Indians haben (genauso wie die Scorpions) noch kein Derby-Heimspiel verloren.

SIEHTS AM FREITAG AUCH SO AUS? Die Indians haben (genauso wie die Scorpions) noch kein Derby-Heimspiel verloren.© Florian Petrow

Eishockey

Indians vs. Scorpions: Wer jubelt am Freitag zuerst?

Fünf Jahre, nachdem die Hannover Scorpions unter Hans Zach deutscher Meister wurden und die Hannover Indians in der zweiten Liga den Klassenerhalt schafften, steht das Eishockey in Hannover wieder für ein Wochenende im Mittelpunkt.

Hannover. Freitag (20 Uhr) steigt am Pferdeturm das erste Traumfinale zwischen den Indians und den Scorpions in der Oberliga Nord.

„Es geht um das größte Empfinden in der Stadt. In der DEL haben wir nicht die Möglichkeit, uns auf Augenhöhe zu begegnen. Es geht um das Prestige“, beschreibt Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth trefflich die Gefühlslage unter den Fans und Verantwortlichen der beiden Finalisten.

Daneben zeigt das Aufeinandertreffen der Stadtrivalen auch, das in und um Hannover in den letzten Jahren doch gute Nachwuchsarbeit geleistet wurde. Mehr als die Hälfte der Spieler, die heute Abend auflaufen werden, genossen hier ihre Ausbildung.

„Für die jungen Spieler ist das Finale ein so großes Ding, das kann man gar nicht hoch genug hängen“, betont Stichnoth, der auch auf die Zugkraft der Routiniers in beiden Teams hinweist. „Mit tollen Typen wie Robert Hock (Indians) und Andreas Morczinietz (Scorpions) haben wir in Hannover zwei Spieler, die das Eishockey in Deutschland geprägt haben.“

David Sulkovsky stößt ins gleiche Horn. „Für die Region ist das ein tolles Ereignis und zeigt, dass man mit kontinuierlicher Arbeit die Leute anziehen kann. Die Arbeit einer ganzen Saison kann nun Früchte tragen.“ Der Indians-Geschäftsführer und ehemalige Scorpions-Spieler ist zufrieden mit dem bisherigen Abschneiden seiner Mannschaft. „Wir haben vieles richtig gemacht. Das Team ist kontinuierlich gewachsen und hat sehr gut harmoniert.“ So verweist Sulkovsky auch auf den Ausbildungscharakter der Indians, der auch für den Kontrahenten gilt: „Sie mussten lernen, ihr Leben zu managen. Da mussten Training, Schule, Ausbildung oder Studium unter einen Hut gebracht werden. Aber alles wurde mit dem nötigen Ernst und Professionalität von den Jungs erarbeitet.“

Dass bislang alle acht Punktspiel-Derbys jeweils mit einem Heimsieg endeten, sehen beide Kontrahenten als Kuriosum. „Wir wollen gerne diese Serie fortführen, um sie Sonntag zu brechen“, schielt David Sulkovsky schmunzelnd auf die Krone der Oberliga Nord. Marco Stichnoth hofft kämpferisch auf die Titelverteidigung. „Wir sehen uns wie in den Jahren zuvor als die Nummer eins der Stadt. Und das wollen wir natürlich bleiben.“

Jens Wilke


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