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FREUEN SICH AUFS DERBY: Indians-Geschäftsführer David Sulkovsky (links), Trainer Fred Carroll (Mitte)und Spieler Sebastian Lehmann.

FREUEN SICH AUFS DERBY: Indians-Geschäftsführer David Sulkovsky (links), Trainer Fred Carroll (Mitte) und Spieler Sebastian Lehmann.© Florian Petrow

Eishockey

Indians vs. Scorpions: Das nächste heiße Eis-Duell

Das nächste Oberliga-Eishockey-Derby zwischen den Indians und den Scorpions steht an: Freitag um 20 Uhr ist am Pferdeturm Eröffnungsbully. Die NP beantwortet die wichtigsten Fragen.

Gibt es noch Karten?
Nein. Die rund 4600 Plätze sind seit Mittwoch ausverkauft.

Was erwartet Indians-Trainer Fred Carroll vom Derby?
„Ich denke, dass wir gewinnen können, aber wir müssen vor allem die Zweikämpfe vorm Tor annehmen“, sagt Carroll. „Und unser Überzahlspiel muss besser werden“, fügt er hinzu. Die Indians hatten zuletzt Pech mit Verletzungen, doch jetzt stehen fast alle Spieler zur Verfügung. André Gerartz (Muskelfaserriss) und Lukas Valasek (Wadenbeinbruch) sind wieder fit. Auch Neu-Verteidiger Nicolas Turnwald ist jetzt spielberechtigt. Er bildet eine Abwehrreihe mit Dennis Schütt. Weitere Transfers wird es vorerst nicht geben: „Wir würden gerne noch einen Stürmer haben, aber der Markt gibt nichts her“, so Geschäftsführer David Sulkovsky.

Und was haben sich die Scorpions vorgenommen?
Trainer Lenny Soccio gibt sich reserviert, spart sich große Worte („Wir tun unsere Arbeit“) und verweist auf den Tabellenstand (Scorpions Vierter, 55 Punkte, ein Spiel mehr; Indians Siebter, 50 Punkte) und die Gesamtbilanz der Derbys.

Wer liegt in der Bilanz vorn?
Die Scorpions. Sie gewannen sieben der bislang zwölf Duelle, davon die letzten drei in Folge. Vor zwei Jahren gewannen beide Teams in der Hauptrunde jeweils ihre Heimspiele. Genau wie vergangene Saison. Im Play-off-Finale um den Titel setzten sich dann die Scorpions mit 2:1 Siegen durch. Mit einem 2:1 am Pferdeturm machten sie den Triumph klar.

Wie lief das letzte Derby?
Die Indians verdaddelten am 20. November 2015 in Langenhagen innerhalb von 141 Sekunden den Sieg. Lange führten sie mit 1:0, dann drehten die Scorpions das Spiel - und gewannen mit 3:2.

Wer steht im Tor?
Carroll hat sich - wie zuletzt bei der 2:3-Niederlage in Duisburg - entschieden, Boris Ackers aufzustellen. Vom starken Torwart der Scorpions, Jimmy Hertel, zeigt sich der Indians-Coach unbeeindruckt: „Es ist mir egal, ob da Jimmy Hertel oder Jimmy Sonstwer im Tor steht.“ Ex-Indianer Hertel wurde in der vergangenen Saison zum Scorpions-Helden, als er mit seinen Paraden seinem Team zum Oberliga-Nord-Titel am Pferdeturm gegen den Erzrivalen verhalf.

Hat sich Carroll gut in Hannover eingelebt?
„Ich habe jetzt eine kleine Wohnung hier“, erklärt er. Frau und Kind wohnen weiterhin in Schöppenstedt (bei Wolfenbüttel). Einmal die Woche fährt er heim.

Wieso gibt es neue Stadionverbote?
„Die Polizei hat uns empfohlen, gegen 15 Fans, die zuvor über die Stränge geschlagen haben, Hausverbote auszusprechen“, erklärt Sulkovsky. Diese seien bei Partien anderer Oberligisten negativ aufgefallen. „Einige kommen aus Hannover, andere aus Essen“, sagt Sulkovsky.

Tobias Welz, Simon Lange


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