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ALLES AUF ANFANG: So wirds ab Spätsommer wieder am Pferdeturmaussehen. Denn die Indians haben dieOberliga-Lizenz beantragt.

Ein bisschen ist es wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“: Phil Connors sitzt darin in einer Zeitschleife fest. Er durchlebt ein Erlebnis immer wieder und wieder. Ähnlich verhält es sich bei den Hannover Indians.

INDIANS-QUARTETT: Die Fans Vanessa Grocholl (von links), Susanne Knorr  und Franziska Böttcher herzen Verteidiger Jan Hemmes.

800 Scorpions-Fans feiern die Kleinsten. 400 Indians-Fans feiern traurig-fröhliche Party.

BUBU

Schwarzer Tag für Hannovers Eishockey: Das für Freitag angesetzte Derby zwischen den Scorpions und den insolventen Indians in der TUI-Arena wurde abgeblasen.

Schwarzer Tag für Hannovers Eishockey: Das für Freitag angesetzte Derby zwischen den Scorpions und den insolventen Indians in der TUI-Arena wurde abgeblasen.

ZUM NIEDERKNIEN: Die Spieler der Hannover Indians hatten am Freitag mit den Fans am Pferdeturm einen zünftigen Heimabschied aus der zweiten Eishockey-Liga gefeiert.

Sogar Pferdeturm-Legende und Ex-Indians Trainer Greg Thomson wollte sich das letzte Spiel seines Ex-Teams nicht entgehen lassen. Zwar dürfte der gestrige Besuch in der Kolbenschmidt-Arena mehr beruflicher Natur gewesen sein, aber die Anwesenheit des Ko-Trainers der Augsburger Panther brachte eine gewisse Symbolik mit sich. Die von der Insolvenz bedrohten Hannover Indians bewegen die Leute.

Die 96-Stars Mame Diouf und Lars Stindl feierten mit: Der Pferdeturm bewegt die Massen. Bei den derzeitigen Problemen ist es zweitrangig, dass die Indians am Freitagabend 1:2 (n.P.) gegen Crimmitschau verloren.

Indianer auf dem Kriegspfad: Viele Passanten in Hannovers Innenstadt schauten Freitagnachmittag verdutzt drein und zückten ihre Handys, um den Marsch der etwa 400 Fans der Hannover Indians vom Klagesmarkt zum Opernplatz im Foto festzuhalten.

Wird es der letzte große Aufmarsch der Indians-Fans? Heute um 14 Uhr startet die Demo für den Erhalt des professionellen Eishockeys am Pferdeturm auf dem Klagesmarkt.

HEUTE DABEI: Kulttorwart Roman Kondelik.

Er war über elf Jahre das Gesicht der Hannover Indians, Sympathieträger und Publikumsliebling. Nach seinem Weggang vor drei Jahren blieb Roman Kondelik (40) stets dem Pferdeturm verbunden, und die Nachricht des Insolvenzantrages traf den Tschechen bis ins Mark.

Roman Kondelik

Kurz vorm Ende geben die Indians noch mal alles: Um 11.59 Uhr meldete Mittwoch der Zweitligist für das letzte Heimspiel morgen (20 Uhr) gegen Crimmitschau: ausverkauft!

HIER JUBELN DIE FALSCHEN: Bill Trew trifft für Landshut. Indians-Torwart Peter Holmgren liegtgeschlagen am Boden. Fotos: Petrow

Minusgrade. Schneefälle. Wollsocken. Das Glühwein-Feeling is zurück am Pferdeturm. Das „Wir-sind-die-Indians“-Gefühl ist ebenfalls wieder da. Zumindest ist man am Pferdeturm nach der überraschenden Insolvenz vor zehn Tagen enger zusammen gerückt.

EMPFANG BEIM TRAINING: 150 Fans kamen gestern an den Pferdeturm,obwohl gar nicht gespielt wurde.

Der nächste Schritt auf dem Weg zur Rettung der Hannover Indians ist gemacht: Nach der gestrigen Gläubiger-Versammlung hat Dirk Wroblewski „große Hoffnungen, dass es gut ausgeht“.

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