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JUBELSZENE: Die Recken Erik Schmidt (rechts) und Kai Häfner.

JUBELSZENE: Die Recken Erik Schmidt (rechts) und Kai Häfner.© Jens Wolf

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Zwei Recken spielen um den deutschen Einzug ins EM-Finale

Mittendrin statt nur dabei: Kreis-Riese Erik Schmidt und Ballermann Kai Häfner von der TSV Hannover-Burgdorf träumen vom EM-Titel mit der Handball-Nationalmannschaft.

Hannover. Der 23-jährige Schmidt ist längst ein fester Bestandteil des Teams, seit Bundestrainer Dagur Sigurdsson das Sagen hat. Häfner (26) war immer mal wieder dabei, aber nie fest im Stammkader.

Erst Anfang der Woche wurde er aufgrund der Verletzung von Kapitän Steffen Weinhold nachnominiert, glänzte aber sofort mit Leistung. „Ich saß vor ein paar Tagen noch auf dem Sofa, jetzt stehe ich im Halbfinale. Das ist unbeschreiblich schön“, sagt der Linkshänder, „die Mannschaft hat es mir leicht gemacht, hier reinzukommen. Ich habe mich so gefühlt, als wäre ich schon zwei Wochen hier.“

Häfner gibt „alles. Es freut mich, dass ich der Mannschaft so helfen konnte, auch gegen die großen Dänen.“

Er weiß, wie man Titel holt. Mit der Juniorennationalmannschaft gewann er 2009 den WM-Titel. 2011 holte er mit Göppingen den EHF-Pokal. Jetzt will er die EM-Krone.

Schmidt machte gegen Russland sein bestes EM-Spiel, er erzielte sechs Tore. Mit Finn Lemke bildet er den „Baby-Block“ in der Abwehr. Schmidt tritt auch abseits des Feldes sehr selbstsicher auf. Die von Sigurdsson vorgelebte große Euphorie („Wir schaffen das“) hat er komplett inhaliert. Und das trägt er auch nach außen. Nicht nur wegen 2,04 Meter Körpergröße - auch beim Jubeln steht Schmidt sehr häufig im Mittelpunkt.

Heute gegen Norwegen trifft er auf seinen Kreisläufer-Kollegen aus Hannover: Joakim Hykkerud. So oder so: Mindestens ein Recke steht also auf jeden Fall am Sonntag im EM-Finale.

Die Recken organisieren heute im Brauhaus Ernst August (Schmiedestraße) wieder ein Public Viewing. Los gehts um 18 Uhr.


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