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BURGDORFS NEUE: (von links) Martin Ziemer, Mait Patrail, Trainer Christopher Nordmeyer, Jannis Fauteck , Joakim Hykkerud und Juan Andreu. Nur Támas Mocsai fehlt.© Petrow

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Handball

Trainingsstart bei der TSV Hannover-Burgdorf

Da hat sich einer schon mächtig ins Zeug gelegt: Martin Ziemer, Nationaltorwart und Neuzugang der TSV Hannover-Burgdorf, hat sich den Urlaub geschenkt und war stattdessen drei Wochen in den USA - alles um vorzuarbeiten für den gestrigen Trainingsauftakt des Handball-Bundesligisten.

Burgdorf. In Phoenix ließ sich der 29-Jährige von Marc Verstegen, Fitness-Chef der Fußball-Nationalmannschaft unter Jürgen Klinsmann, quälen. „Wir haben die Schnelligkeit und Explosivität verbessert“, erzählt Ziemer. Und das bei 44 Grad. Dazu gabs noch einen ausgetüftelten Ernährungsplan „mit viel Eiweiß und auch Kohlenhydraten. Dazu gabs aber auch mal einen Wrap oder einen Hamburger“, gestand Ziemer. Keine Frage: Der Ex-Balinger, der eine „traumhaft schöne Wohnung in Herrenhausen“ gefunden hat, ist schon zu Beginn der Vorbereitung topfit.

Einen Zweikampf mit Nenad Puljezevic um die Nummer eins erwartet er im übrigen nicht. „Ich denke, ich kann noch was von ihm lernen. Mit uns beiden sind wir auf dieser Position sehr gut aufgestellt“, befand der gebürtige Rostocker recht selbstbewusst.

Die Hitze kennt auch Mait Patrail. Bei 45 Grad hat er zuletzt in Katar gespielt, leider aber nur vor fast nie mehr als 50 Fans. „Deshalb freue ich mich riesig mit der TSV vor über 3000 zu spielen“, sagt der Este.

Warten muss noch Aivis Jurdzs. Ähnlich wie Ziemer verzichtete auch der Lette auf seinen Urlaub, schuftete stattdessen drei Wochen in der Reha. Nach seinem auskurierten Knorpelschaden am Knie „darf ich aber erst in zwei Wochen wieder voll ran“. Deshalb musste er auch beim Fußballspiel zum Trainingsstart genauso zusehen wie Mario Clößner (Knorpelschaden) und Csaba Szücs (Meniskusschaden). Einer muss sich erst noch an die Zuschauerrolle gewöhnen: „Nur zusehen ist blöd“, witzelte Adam Weiner. Der Ex-Torwart ist ins Trainerteam gewechselt.

Bevor Christopher Nordmeyer gestern zur ersten Einheit bat, mussten die Spieler vorsingen. In der Kabine gabs ein Ständchen für Gustav Rydergard, der gestern 28 Jahre alt wurde. Dazu einen Präsentkorb vom Verein.

Als weitere teambildende Maßnahme, „die bei so vielen neuen Spielern nicht unwichtig ist“, führte Nordmeyer die Spieler nach dem Training in die Stadt zum gemeinsamen Abendessen - ganz ohne Ernährungsplan.


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