Navigation:
Recken

Torge Johannsen ist zurück im Team

Der letzte Langzeitverletzte der Recken ist zurück. Im September verletzte sich Kapitän Torge Johannsen (32) schwer. Ein Knorpelausriss unter der Kniescheibe legte ihn ein halbes Jahr lahm. Beim Spiel heute (19 Uhr) gegen die SG Flensburg-Handewitt kehrt der Rechtsaußen zurück ins Profiteam. Mit der NP sprach er vorab über seinen langen Weg bis zum Comeback, Spielen mit Schmerzen und Ex-Club Flensburg.

Hannover. Wie hart war der Weg bis zur Bundeliga-Rückkehr?

Es fing an mit der Operation nach der Verletzung. Das war ein langer Prozess, bevor man wieder anfängt, leichte Bewegung ins Knie zu kriegen. Man versucht, dass die Muskulatur nicht ganz abbaut. Das fängt in der Physiotherapie an mit kleinen Übungen im Sitzen. Muskel anspannen, entspannen. Das ist wie laufen lernen von Klein zu Groß.

... und das erste richtige Handball-Training?

Das ist nicht so lange her. Man ist natürlich immer mal dabei, um nur locker zu werfen, ohne Bewegung. Aber so ein ganzes Training durchgemacht mit Spiel, das ist gefühlt nur ein paar Tage her.

Sie sind Teamkapitän. Waren Sie trotz Verletzung immer nah an der Mannschaft dran?

Nach einer OP eine Auswärtsfahrt mitmachen mit dickem Knie macht keinen Sinn. Aber so oft es Sinn gemacht hat, war ich bei den Spielen dabei. Und auch immer bei den Trainingseinheiten. Ich habe meine Reha-Sachen lieber bei der Mannschaft gemacht als irgendwo gesondert. Das ist ein wichtiger Punkt, so oft wie möglich dabei zu sein. Nur so hat man eine Wahrnehmung auf die Mannschaft, und so verliert man den Kontakt halt nicht. Mit so einer Verletzung über sechs Monate ist es nun mal ein Schritt raus aus diesen ganzen Emotionen, der Stimmung. Man ist zwar dabei, aber man ist eigentlich nicht dabei.

Am vergangenen Sonntag haben Sie in der zweiten Mannschaft ausgeholfen. Der Belastungstest. Wie fit sind Sie?

Ich war damit ganz zufrieden, habe keine große Schmerzen gehabt und bin gut durchgekommen. Man muss natürlich die Belastung steuern. Es ist noch nicht möglich, 30 Minuten am Stück zu spielen, geschweige denn ein ganzes Spiel. Bin ich spielfähig? Ja. Aber natürlich nicht so fit wie vor der Verletzung. Ich habe noch Arbeit vor mir.

Ganz schmerzfrei sind Sie also noch nicht?

Es ist schon besser, wenn man eine Tablette nimmt. Klar ist ein Spiel dem dienlich, da ist mehr Adrenalin dabei, die Anspannung ist anders, als morgens um 10 Uhr in der Halle zu stehen zum normalen Training. Aber Schmerzmittel sind auf jeden Fall noch ein relevantes Thema.

Die Bundesliga-Rückkehr gibts gegen Ex-Club Flensburg. Macht es das besonders?

Klar ist es etwas anderes, das ist kein Standard. Ganz grundsätzlich ist es etwas Besonderes, gegen Flensburg-Handewitt zu spielen. Dann ist es auch mein Ex-Club und es gibt noch Spieler, mit denen ich da zusammengespielt habe. Aber es überwiegt grundsätzlich die Tatsache, dass ich wieder in die Halle einlaufen kann und nicht auf der Tribüne sitzen muss.


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Anzeige